Seit Anfang des Jahres sind laut aktuellen Zahlen der Vereinten Nationen mindestens 2676 Menschen auf Migrationsrouten ums Leben gekommen oder werden vermisst. Allein 1570 Menschen seien auf dem Weg nach Europa verschollen, erklärte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch in Berlin. Damit sei die Zahl der verunglückten Migrantinnen und Migranten mit Ziel Europa im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Viertel gestiegen, so die IOM-Koordinatorin des „Missing Migrants Project“, Andrea Garcia Borja. Auf allen Fluchtrouten über das Mittelmeer gab es demnach in der ersten Jahreshälfte mehr Todesfälle, obwohl die Zahl der Ankünfte im gleichen Zeitraum abgenommen habe. Jeder dritte Todesfall habe sich auf der sogenannten zentralen Mittelmeerroute ereignet.