Jüdische Emigration nach 1933Gefangene im eigenen Land

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Letzte Hoffnung Palästina: Eine lange Schlange von deutschen Juden vor einem Reisebüro des Palestine & Orient LLoyd in Berlin im Januar 1939, die versuchen, durch eine Auswanderung der Verfolgung in Deutschland zu entgehen.
Letzte Hoffnung Palästina: Eine lange Schlange von deutschen Juden vor einem Reisebüro des Palestine & Orient LLoyd in Berlin im Januar 1939, die versuchen, durch eine Auswanderung der Verfolgung in Deutschland zu entgehen. Scherl/SZ Photo

Lange nach 1933 hofften viele deutsche Juden, es werde nicht zum Schlimmsten kommen im NS-Staat. Susanne Heim zeichnet nach, wie ihre Pläne zur Emigration schließlich an der Hartherzigkeit der Staatenwelt scheiterten.

Rezension von Annette Weinke

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Unter dem Eindruck des sich vollziehenden Massenmords an den europäischen Jüdinnen und Juden veröffentliche Hannah Arendt einen knappen Text unter dem Titel „We Refugees“. Darin stellte die deutsch-jüdische Philosophin, die sich selbst mehrere Jahre lang vom französischen Exil aus in der internationalen Flüchtlingshilfe engagiert hatte, das Schicksal der geflohenen deutschen und österreichischen Juden als paradigmatisch für den Umgang der Nationalstaaten mit Geflüchteten und Staatenlosen heraus. Als Arendts Essay im Januar 1943 erschien, waren die etablierten Fluchtwege aus Deutschland und Europa für die meisten fluchtwilligen Juden bereits versperrt. Im Oktober 1941 hatte Himmlers SS die seit 1933 schwelende innereuropäische Flüchtlingskrise dadurch weiter eskaliert, indem ein Auswanderungsverbot für alle Juden aus dem deutschen Machtbereich verhängt wurde.

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Holocaust
:Die Todesmutigen

Was konnten Jüdinnen und Juden dem deutschen Terror in der NS-Zeit entgegensetzen? Mehr, als gemeinhin bekannt ist. Drei Bücher über jüdische Widerstandsnetzwerke geben Einblicke in einen Kosmos, der zeigt, dass man nicht wehrlos war - auch wenn es oft nur um die Selbstachtung ging.

Von Stephan Lehnstaedt

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