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Schlachthöfe:Unter aller Sau

Fleischindustrie

In der Corona-Krise müssen viele Schlachthofarbeiter Überstunden machen. Viele von ihnen kommen aus Nachbarländern.

(Foto: Ingo Wagner/dpa)

In der Fleischindustrie leben Arbeiter oft zusammengepfercht in Gemeinschaftsunterkünften. Der jüngste Corona-Ausbruch in Niedersachsen zeigt, wie gefährlich solche Arbeitsbedingungen sind.

Von Michael Bauchmüller und Ralf Wiegand

Am späten Samstagabend war es vorbei mit der Wochenendruhe beim Landratsamt Osnabrück. Zu diesem Zeitpunkt übermittelten die Labore die Testergebnisse aus einem Fleischzerlegebetrieb in Dissen. Dissen ist eine kleine Stadt am Rande des Teutoburger Waldes, 9300 Einwohner, 5000 Arbeitsplätze - die meisten davon in der Lebensmittelindustrie. Allein in der Dissener Firma Westcrown, einem deutsch-dänischen Joint Venture der Unternehmen Westfleisch und Danish Crown, arbeiten etwa 300 Menschen. Nun wurden 92 von ihnen positiv auf Corona getestet, wie der Landkreis am Wochenende erfuhr. "Zehn Teams sind dann am Sonntag ausgeschwärmt und erst spät nach Hause gekommen", sagt Landkreis-Sprecher Burkhard Riepenhoff.

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