Finanzen:Mehr hinterzogene Steuern in Sachsen-Anhalt festgestellt

Steuerfahndung. (Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Magdeburg (dpa/sa) - Im vergangenen Jahr sind in Sachsen-Anhalt hinterzogene Steuern in Höhe von fast 33,59 Millionen Euro festgestellt worden. Das teilte das Finanzministerium in Magdeburg auf Nachfrage mit. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet die Summe einen deutlichen Anstieg: 2021 waren es noch 16,6 Millionen Euro. 2020 waren 25,2 Millionen Euro hinterzogener Steuern ermittelt worden, 2019 gut 73,5 Millionen Euro. Die Höhe der festgestellten Mehrsteuern hängt immer auch mit sogenannten Großverfahren zusammen, bei denen die Ermittlungen nicht selten mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Im vergangenen Jahr wurden laut dem Finanzministerium 324 Fahndungsprüfungen abgeschlossen, 2022 waren es noch 229 gewesen.

Es melden sich auch mutmaßliche Steuerhinterzieher selbstständig bei den Behörden: Im Jahr 2022 gingen insgesamt 41 Selbstanzeigen ein. Wie hoch die Summe der daraus resultierenden hinterzogenen Steuern ist, wird nicht erhoben, wie es hieß. 2021 hatte es 44 Selbstanzeigen gegeben.

Aktuell gibt es 75 Steuerfahnder und Steuerfahnderinnen in Sachsen-Anhalt. Im vergangenen Jahr sei kein Steuerfahnder in den Ruhestand versetzt worden. Im vergangenen und bislang im aktuellen Jahr gab es den Angaben zufolge sieben Neuzugänge, Steuerfahnderinnen in Ausbildung eingerechnet. Pensionierungen im Bereich der Steuerfahndung stünden über das normale Maß hinaus nicht an in den kommenden Jahren.

© dpa-infocom, dpa:230610-99-06249/2

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