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In Guatemala ist der Vulkan Fuego erneut ausgebrochen.
In Guatemala ist der Vulkan Fuego erneut ausgebrochen. Moises Castillo/AP/dpa

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Von Jens Schneider

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Es herrschte eine enorme Aufregung innerhalb der Europäischen Union. Regierungschefs empörten sich, man drohte in Richtung Madrid, sie warfen Pedro Sánchez eine verfehlte Migrationspolitik vor. Ausgelöst wurde das durch Zahlen und Bilder aus der spanischen Exklave Ceuta. Sie versetzten die EU in Aufruhr, nachdem binnen kürzester Zeit Zehntausende Migranten aus Marokko dort angekommen waren. Zu Beginn dieser Woche waren die meisten allerdings längst wieder zurückgekehrt. Die schnell ausgerufene Migrationskrise, sie war fast noch schneller wieder vorbei.

Und ebenso schnell soll sich auch die Aufregung innerhalb der Europäischen Union gelegt haben. Nach Beratungen der Innenministerinnen und Innenminister in einer Videokonferenz an diesem Dienstag wurde ein Bild der Harmonie gezeichnet. Und Sánchez? Wurde gelobt. Bis jedoch alle Verwerfungen überwunden sind, dürfte es tatsächlich noch dauern, berichtet Josef Kelnberger aus Brüssel. Premier Sánchez ließ die Kritik freilich ohnehin an sich abperlen, Patrick Illinger beschreibt aus Madrid, warum der Regierungschef so gelassen reagiert.

Wann regt die Politik sich auf, wann regen wir uns auf? Und was übersehen wir, weil wir selektiv blicken? Nicht viel mehr als eine Randnotiz war in diesen Tagen oft, dass etliche Menschen bei ihrem Versuch, nach Ceuta zu gelangen, ertrunken sind. Sara Maria Behbehani kommentiert: Diese 72 Toten sind der Welt egal.

Es hat eine innere Logik: Sollte in Deutschland die Wehrpflicht wieder eingeführt werden, müsste es für all jene, die den Dienst an der Waffe verweigern wollen, wieder einen Zivildienst geben. Sina-Maria Schweikle berichtet, wie die Bundesregierung diese Option vorbereitet. Fünfzig Jahre lang hatte es in der Bundesrepublik die Zivis gegeben, während in der DDR Kriegsdienstverweigerer als sogenannte Bausoldaten eingesetzt wurden. Die ersten Generationen in der Bundesrepublik wurden oft als „Drückeberger“ beschimpft. Sie mussten für ihre Anerkennung als Verweigerer groteske Gewissensprüfungen durchstehen. Zuletzt genossen sie, wie Robert Probst in einem Rückblick schreibt, eine gewisse Anerkennung als „Helden des Alltags“.

Was heute wichtig ist

Polizei in LA nimmt vor Trump-Auftritt bewaffneten Mann fest. Ein 38-Jähriger habe die Sicherheitsvorkehrungen genau beobachtet, erklärte die Polizei. Anschließend fanden die Beamten mehrere Waffen und ein Notizbuch mit „besorgniserregenden Äußerungen“ im Haus des Mannes. Zum USA-Liveblog

  • MEINUNG Der Widerstand gegen Trump lässt hoffen

Medien: Infantino beruft Fifa-Krisensitzung in Marokko ein. Trotz der Absage seiner Investorenpläne nimmt der Druck auf den Fifa-Präsidenten Gianni Infantino zu. Berichten zufolge lädt er am Mittwoch hochrangige Mitarbeiter zu einem Krisentreffen in Rabat ein. Zum Artikel

Space-X verdoppelt seinen Umsatz und halbiert seinen Verlust. Zum ersten Mal seit dem Börsengang legt Elon Musks Weltraumfirma Quartalszahlen vor. Mit einem Umsatz von 7,8 Milliarden Dollar und einem Verlust von 541 Millionen Dollar waren die besser, als es viele Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Zum Artikel

Hochaktiver Vulkan in Guatemala erneut ausgebrochen. Unweit der Hauptstadt des Landes spuckt der Volcán de Fuego vier bis fünf Kilometer hoch Asche und Lava in den Himmel. In drei Bezirken gilt die höchste Alarmstufe rot, mehr als 1400 Menschen wurden bereits evakuiert. Zum Artikel

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Digitalwende: Brasiliens Techexperte Ronaldo Lemos fordert eigene KI-Regulierung. Brasilien gilt in Lateinamerika als ein Vorreiter in der Digitalregulierung. Der brasilianische Techexperte Ronaldo Lemos kritisiert im Gespräch mit SZ Dossier, dass zu viel von der EU kopiert werde – und fordert eine eigene Regulierung von KI, Plattformen und Wettbewerb. Auch wichtig: KI könnte die Entwicklung von Ländern des globalen Südens laut einer neuen Weltbank-Analyse stark beschleunigen. Zum Briefing

Geoökonomie: Chinas Windturbinenkonzerne streben auf den Weltmarkt. Die Windkraft könnte der nächste Sektor werden, in dem China Europa abhängt. Während die Volksrepublik bei Photovoltaik und Batterien längst dominiert, holen ihre Windturbinenhersteller nun ebenfalls auf. Es steht ein industriepolitischer Wettbewerb um das nächste große Energiegeschäft bevor. Zum Briefing

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