SZ am Morgen Nachrichten des Tages – die Übersicht für Eilige

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US-Präsident Donald Trump am Sonntag an Bord der „Air Force One“
US-Präsident Donald Trump am Sonntag an Bord der „Air Force One“ Mark Schiefelbein/AP/dpa

SZ am Morgen.

Von Judith Wittwer

Freunde sind wichtig, besonders in schwierigen Zeiten, und so muss man verstehen, dass Donald Trump gerade etwas wütend ist. Friedrich Merz sei „ein Freund“ hatte der US-Präsident vor wenigen Wochen beim Besuch des Kanzlers im Weißen Haus betont. Doch jetzt will ihm dieser Freund nicht zu Hilfe eilen im Krieg am Golf.

Merz äußert sich kritisch über das militärische Vorgehen der USA gegen den Iran. Zuletzt sprach der Bundeskanzler von einer „massiven Eskalation“ mit offenem Ausgang. Trump wirft den Nato-Verbündeten fehlende Unterstützung am Persischen Golf vor. Auch wenn die Mitgliedstaaten des Bündnisses vor dem Angriff auf Iran vom US-Präsidenten nicht gefragt wurden: Jetzt braucht er sie.

Doch die Nato ist nun mal eine defensive Allianz. Es macht auch einen Unterschied, ob ein Land überfallen wird, oder man selbst einen Angriff plant. Trumps Wutausbrüche treffen die Nato aber ins Herz, wie Hubert Wetzel kommentiert. Ihre Weigerung zur tatkräftigen Unterstützung verstärke einen gefährlichen Zug des US-Präsidenten.

Es läuft gerade nicht gut für Trump, auch in den USA steht er unter Druck. Bei den wohl größten Protesten gegen seine Politik gingen am Wochenende Millionen auf die Straße. Wird dieser Widerstand Trump gefährlich? Unter sueddeutsche.de bleiben Sie auf dem Laufenden.

Was heute wichtig ist

Fernandes bei Miosga: Was sind die Fakten? Selten ist über eine Talksendung bereits im Vorfeld so viel diskutiert worden: Collien Fernandes tritt bei Caren Miosga auf. Christian Ulmens Anwalt nennt die Sendung ein „Fernsehgericht“. Nach Fernandes ist unter anderem Justizministerin Hubig (SPD) zu Gast. Der Überblick. Zum Artikel

  • „Caren Miosga“: Die Debatte um digitale Gewalt verliert sich in Details
  • Verfassungsrechtlerin Dana-Sophia Valentiner über sexualisierte Gewalt: „Wenn wir eine andere Geschlechterpolitik wollen, ist das Strafrecht die billigste Antwort“

Syriens Übergangspräsident al-Schaara trifft Kanzler Merz zum Vieraugengespräch. Heute besucht Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Schaara Berlin. Vor wenigen Jahren wurde er als Ex-Al-Qaida-Terrorist mit einem Kopfgeld von zehn Millionen US-Dollar gesucht. Inzwischen hat er seinen bürgerlichen Namen wieder angenommen und gilt als Hoffnungsträger – wohin er Syrien steuert, ist westlichen Regierungen aber noch nicht vollends klar. Zum Artikel

Trump: „Am liebsten würde ich mir das Öl in Iran nehmen“. US-Präsident Trump hat in einem Interview gesagt, er hätte gern Irans Öl. Dazu müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Charg im persischen Golf einnehmen. Israels Armee hat in der Nacht Angriffe auf Teheran fortgesetzt. In Libanon wurde ein UN-Blauhelmsoldat getötet. Zum Liveblog zum Krieg in Nahost

Bauministerin Hubertz will eine eigene Bundeswohnungsbaugesellschaft gründen. „Ein Gamechanger“ könne eine eigene Bundeswohnungsbaugesellschaft sein, sagt Bauministerin Hubertz (SPD). Das würde den Wohnungsbau „auf ein stärkeres Fundament stellen“, sagt sie. SPD-Chef Klingbeil hat vergangene Woche gesagt, der Bund solle in Zukunft „in großem Stil“ Wohnungen bauen. Hubertz kritisiert ihre Partei, die SPD habe das „Bild der Reformverhinderer abgegeben“. Zum Interview

Bundesrechnungshof: „Wir sehen hier einen Verschiebebahnhof“. Der scheidende Präsident des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, kritisiert die Bundesregierung für ihren Umgang mit dem Infrastruktur-Sondervermögen. Er sieht die Gefahr einer großen Enttäuschung der Bürgerinnen und Bürger. „Politik darf keine Mittel umschichten, nur um Haushaltslücken zu stopfen“, sagt er. Zum Interview

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Dossier Digitalwende: Sozialstaat zwischen Formular und Plattform(en). Die Sozialstaatsreform wird zum digitalpolitischen Koalitionstest zwischen Arbeitsministerin Bas (SPD) und Digitalminister Wildberger (CDU). Viele wichtige Reformprojekte im Sozialbereich sind digitale Großvorhaben. Eine Expertenkommission soll Doppelarbeiten vermeiden. Auch wichtig: Bayer-Chef Bill Anderson sieht keinen weiteren Handlungsbedarf bei KI-Regulierung. Zum Briefing

Dossier Geoökonomie: So setzt der Iran-Krieg Asiens ärmere Länder unter Druck. Der Krieg im Nahen Osten löst in Asien Energiemangel und wirtschaftliche Not aus. Treibstoff wird rationiert, Flüge fallen aus. Regierungen gehen in Krisenmodus über. Besonders betroffen sind Länder wie Bangladesch und die Philippinen. Nun suchen sie nach Wegen aus der Krise und neuen Partnern. Russland und China profitieren besonders stark. Zum Briefing

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