Glosse: Das StreiflichtWenn das Herz dort ist, wo der Keks ist

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„Niemand mag Kekse so wie ich!“, beteuert das Krümelmonster (links) aus der Sesamstraße.
„Niemand mag Kekse so wie ich!“, beteuert das Krümelmonster (links) aus der Sesamstraße. Frank Rumpenhorst/dpa

Reformationstag, Allerheiligen, Allerseelen – gerade ist die hohe Zeit der Feiertage. Bei den Freunden in Amerika passt sogar noch der Krümelmonster-Tag in den Kalender.

(SZ) Die Feiertagsdichte im Herbst verwirrt manchen Zeitgenossen. Hier wird der Reformationstag begangen, dort erst Allerheiligen, dann Allerseelen. Die einen denken noch über Luthers Thesen nach, da hämmern anderswo schon Zombies an Haustüren und wollen Bonbons und Mäusespeck. Und selbstverständlich setzten die Amerikaner immer noch eins drauf. Am soeben vorübergezogenen Wochenende wurde in den USA zunächst (Samstag) der nationale Bison-Tag begangen und dann (Sonntag) der National Cookie Monster Day, zu Deutsch Krümelmonster-Tag. Jedes Jahr am 2. November preist man den blaubefellten Keksvertilger aus der Sesamstraße, der seine Thesen nicht an Kirchentüren geschlagen, sondern ins Langzeitgedächtnis seiner Fangemeinde gemeißelt hat: „Zuhause ist, wo das Herz ist. Das Herz ist, wo der Keks ist.“ Wer wollte daran zweifeln.

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