FDPKubicki will Parteichef werden

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki, 74, will neuer Parteichef der Liberalen werden. Mit Blick auf den anstehenden Parteitag im Mai schrieb er auf der Plattform X: „Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen.“ Angesichts der Kandidatur von Kubicki zog der amtierende Parteichef Christian Dürr am Sonntag seine eigene Bewerbung für den Parteivorsitz zurück. Für neue Erfolge der FDP brauche es eine geschlossene Formation, sagte Dürr der Bild: „Ich leiste meinen Beitrag dazu, unterstütze Wolfgang Kubicki und werde nicht antreten.“

Trotzdem sieht es nach einer Kampfkandidatur aus, denn der nordrhein-westfälische Partei- und Fraktionschef Henning Höne tritt ebenfalls an. Der 39-Jährige bekräftigte auf X: „Mein Angebot an die Partei bleibt bestehen: Die FDP braucht einen Neustart.“ Er freue sich auf den Wettbewerb mit Kubicki. Eine prominente Fürsprecherin hat Höne. Die Europapolitikern Marie-Agnes Strack-Zimmermann stichelte gegen Kubicki, es sei „nicht die Zeit für persönliche Eitelkeiten oder späte Selbstvergewisserung“. Die FDP müsse von einer neuen Generation geführt werden.

Nach den jüngsten Wahlschlappen sind die Liberalen nur noch in sechs von 16 Landtagen vertreten, nur in Sachsen-Anhalt sind sie noch in der Regierung. Bundesweit liegen sie in Umfragen bei drei Prozent. Die nächsten Landtagswahlen stehen im September in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin an.

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