FDP:Der neue Lindner

Lesezeit: 2 min

Christian Lindner (FDP) im Rahmen eines Interviews in seinem Buero in Berlin. Berlin, 13.09.2021, Berlin Deutschland ***

Über Posten spekuliere er nicht, sagte Christian Lindner. Jetzt ist er Bundesfinanzminister.

(Foto: Xander Heinl/photothek/imago images)

Man sieht ihn und denkt doch, da spräche ein anderer. Der FDP-Vorsitzende wird nach der Wahl zum Königsmacher - weil er aus seinen Fehlern lernte.

Von Daniel Brössler

Es ist der 15. Oktober. Der Tag, an dem drei Parteien dem Land eine neue Regierung versprechen. Nacheinander ergreifen in einem Zweckbau der Berliner Messe die führenden Köpfe von Sozialdemokraten, Grünen und Liberalen das Wort. Alles klingt neu und verheißungsvoll. Erst aber als Christian Lindner an der Reihe ist, geschieht Seltsames. Etliche der Anwesenden glauben, den FDP-Chef zwar sprechen zu sehen, aber einen ganz anderen zu hören. Lindner nennt die vergleichsweise harmonischen Gespräche mit SPD und Grünen eine "Zäsur für die politische Kultur Deutschlands". Das habe, sagt er, den "Möglichkeitsraum erweitert" und neuer "politischer Fantasie" den Weg geebnet. Der nachdenkliche Ton, dieses latent Philosophierende - klingt das nicht ganz nach jemandem anderem? Nicht nur die Regierungsoptionen scheinen sich verändert zu haben, auch Christian Lindner.

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