Sozialpolitik:"Unser Sozialstaat ist ein Dickicht"

Sozialpolitik: "Die Rente ist der Elefant im Raum, über den viel zu wenig gesprochen wird", sagt der stellvertretende FDP-Chef Johannes Vogel am Freitag im SZ-Interview.

"Die Rente ist der Elefant im Raum, über den viel zu wenig gesprochen wird", sagt der stellvertretende FDP-Chef Johannes Vogel am Freitag im SZ-Interview.

(Foto: Sepp Spiegl/Imago)

Das System staatlicher Hilfen in Deutschland führe zu schreiender Ungerechtigkeit, sagt FDP-Vize Johannes Vogel - und fordert, die Konstruktionsfehler zu korrigieren. Bei der Debatte über den Haushalt 2024 will er den Sozialetat mit auf den Prüfstand stellen. Selbst über die Rente mit 63 müsse man reden.

Von Roland Preuß und Henrike Roßbach, Berlin

Der deutsche Sozialstaat ist in Verruf geraten. Experten bescheinigen ihm, groteske Ergebnisse hervorzubringen, er bestrafe Menschen, die mehr arbeiten. Und angesichts der Haushaltskrise verlangt nicht nur die Union Kürzungen am mehr als 170 Milliarden Euro schweren Sozialetat. Auch die Regierungspartei FDP will beim Sozialen sparen, egal wie vehement ihre Partner von SPD und Grünen das auch ablehnen. Höchste Zeit also für ein Gespräch mit Johannes Vogel. Der FDP-Vize und Erste Parlamentarische Geschäftsführer seiner Fraktion im Bundestag zählt zu den führenden Sozialpolitikern der FDP.

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