Angriff gegen FDP-VorsitzendenSchaumwurf auf Christian Lindner

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Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner bekommt bei einem Wahlkampfauftritt in Greifswald Schaum ins Gesicht.
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner bekommt bei einem Wahlkampfauftritt in Greifswald Schaum ins Gesicht. (Foto: Stefan Sauer/dpa)

Eine Frau wirft dem FDP-Chef bei einem Wahlkampfauftritt eine Substanz ins Gesicht. Der sagt anschließend: „Es war leider nicht Sahne, sondern nur Seife.“

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner ist bei einem Wahlkampfauftritt in Greifswald von einer Lokalpolitikerin der Linken mit einer Schaumtorte beworfen worden. Der ehemalige Finanzminister bekam den Schaum direkt ins Gesicht. Lindner blieb unverletzt. Er nahm den Vorfall locker. „Machen Sie sich bitte keine Sorgen“, sagte er zu den Zuhörern. Er probierte den Schaum und setzte seine Rede fort. „Es war leider nicht Sahne, sondern nur Seife“, sagte er. „Wenigstens das hätten sie besser machen können, dann hätte ich auch was davon gehabt“, so Lindner weiter, als er sich mit einer Serviette das Gesicht abwischte.

Eine FDP-Sprecherin vor Ort sagte, es habe sich um eine Pseudo-Torte aus Rasierschaum gehandelt. Sie sprach von einem nicht zu akzeptierenden tätlichen Angriff. Der Landesvorsitzende der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Hennis Herbst, distanzierte sich von dem Schaumwurf. „Derartige Aktionen gehören für die Linke M-V nicht zur politischen Auseinandersetzung und sind konsequent abzulehnen“, erklärte er. „Unser Ziel ist es, die inhaltliche Debatte mit der politischen Konkurrenz, auch mit der FDP, zu führen. Derartige Störaktionen anderer Wahlkampfauftritte gehören nicht dazu und tragen nicht zum Vorbringen berechtigter Kritik an der Politik der FDP bei.“ Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach verurteilte den Schaumwurf. „Es fängt mit der Torte an und hört mit Steinen oder mit Sprengsätzen auf“, sagte der SPD-Politiker in Köln. Gewalt sei immer abzulehnen.

Die Polizei ermittelt gegen die 34 Jahre alte Werferin. Von Amts wegen sei Anzeige wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Beleidigung erstattet worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Beamte vor Ort hätten unmittelbar nach dem Angriff die Personalien der Frau festgestellt, sie aber nicht in Gewahrsam genommen. Nähere Angaben zur Person machte die Polizei nicht. Die weiteren Ermittlungen führe die Kriminalpolizei. Weil es sich offenkundig um eine politisch motivierte Tat gehandelt habe, werde auch der Staatsschutz eingeschaltet, hieß es.

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