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Fall Jens Söring:Neben der Spur

"Meine Wut ist so groß", schreibt Jens Söring (r.o.), der 1985 die Eltern von Elizabeth Haysom ermordet haben soll.

(Foto: Stefan Dimitrov/Süddeutsche Zeitung)

Seit mehr als 30 Jahren sitzt Jens Söring im Gefängnis, er soll zwei Menschen ermordet haben. Er sagt, er war es nicht, aber keiner glaubt ihm. Bis zu dem Tag, an dem klar wird: Es muss ein anderer Mann am Tatort gewesen sein.

Von Karin Steinberger

Er kennt diesen Deutschen nicht, er hat nur gesehen, was dieser Deutsche angerichtet haben soll, zwei Tote, von Messerstichen durchbohrt, die Kehlen durchschnitten, ein See von Blut. Andy Griffiths hat angefangen, in der Sache Jens Söring zu recherchieren, weil ihn ein amerikanischer Anwalt darum gebeten hat. Er macht das mit großer Hingabe, wenn es angefordert wird, alte Fälle noch mal neu durchforsten, die Fakten mit den Aussagen vergleichen, den Tatort mit dem Geständnis, neutraler Blick. Es ist erstaunlich, was dabei herauskommen kann.

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