Der Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich beschäftigt auch die EZB in Frankfurt, denn deren Präsidentin Christine Lagarde mischt eifrig mit. Die Französin betont bei jeder Gelegenheit, wie wichtig es sei, dass das nächste Staatsoberhaupt europäisch denke, und dass sie mit jedem Kandidaten, jeder Kandidatin Gespräche führen wolle. Oder möchte sie gar selbst antreten? In einem Interview mit der Zeitung Les Echos Anfang Juli antwortete sie auf die Frage, ob sie eine persönliche Beteiligung am Wahlkampf in Erwägung ziehe, um einen Kandidaten zu unterstützen oder sogar selbst zu kandidieren: „Ich werde mir selbst einige Fragen stellen.“ Wenige Tage später ruderte sie zurück und erklärte dem Sender Euronews, sie sei „keine Kandidatin für irgendetwas“.
Europäische ZentralbankRätselraten um Lagardes Karrierepläne
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Die Amtszeit von Christine Lagarde als Präsidentin der Europäischen Zentralbank endet regulär im Oktober 2027.
KIRILL KUDRYAVTSEV/AFPBleibt sie an der Spitze der EZB – oder geht sie? Christine Lagarde mischt im französischen Präsidentschaftswahlkampf mit. Ihre Ambitionen auf andere Jobs verunsichern die Belegschaft.
Von Alexandra Föderl-Schmid und Markus Zydra, Frankfurt/Paris
