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Extremismus - Wiesbaden:Verbot von "Combat 18": Durchsuchung in Osthessen

Wiesbaden (dpa) - Bei den Razzien im Zusammenhang mit der Neonazi-Gruppe "Combat 18" hat die Polizei auch ein Objekt in Osthessen durchsucht. Genauere Angaben wollte das Innenministerium in Wiesbaden am Donnerstagmorgen nicht machen, da die Aktion noch laufe. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) "Combat 18" verboten hat. Bundesweit kam es zu mehreren Razzien.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) begrüßte das Vorgehen: "Ich bin dem Bundesinnenminister für sein entschlossenes Vorgehen gegen Combat 18 dankbar", erklärte er. "Mit dem Verbot sendet der Staat ein klares Signal an die rechtsextremistische Szene in der Bundesrepublik: Wir sind wehrhaft und nutzen alle Mittel des Rechtsstaats, um extremistische Strukturen zu zerschlagen."

Die hessischen Sicherheitsbehörden standen demnach bei der Vorbereitung des Verbots im engen Austausch mit dem Bundesinnenministerium und konnten ihre Erkenntnisse mit einbringen.

Neben Hessen gab es auch Durchsuchungen in Rheinland-Pfalz, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen. Schwerpunkte der Aktion waren Thüringen und NRW.

Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden richtet sich die Vereinigung gegen die verfassungsmäßige Ordnung, "da sie mit dem Nationalsozialismus wesensverwandt ist". Sie zählt nach ihrer Einschätzung bundesweit 20 Mitglieder.

Die gewaltbereite rechtsextreme Organisation gilt als bewaffneter Arm des in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerks "Blood and Honour" (Blut und Ehre). Sie hat ihren Ursprung in Großbritannien und ist in mehreren europäischen Ländern aktiv.

Die Zahl "18" ist ein Szenecode für den ersten und den achten Buchstaben im Alphabet, also A und H - die Initialen von Adolf Hitler. Symbol der Gruppe, die sich auf einen "Rassenkrieg" vorbereitet, ist der Drache. Neonazis, die sich "Combat 18" zugehörig fühlen, tragen häufig schwarze T-Shirts oder Jacken mit der Aufschrift "C 18".

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