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Extremismus - Mainz:Razzien gegen "Combat 18": Durchsuchung im Raum Trier

Deutschland
SYMBOLFOTO - Ein Blaulicht leuchtet am auf dem Dach eines Polizeiwagens. (zu dpa "Mann mutmaßlich durch Schreckschusspistole verletzt - Paar flüchtet"). Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Mainz (dpa) - Bei den Razzien im Zusammenhang mit der Neonazi-Gruppe "Combat 18" hat die Polizei am Donnerstagmorgen ein privates Wohnhaus im Kreis Trier-Saarburg durchsucht. "Es wurden Handys, Computer und rechtsextreme Symbole sichergestellt", sagte ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums in Mainz. Die Aktion hatte den Angaben zufolge am frühen Morgen begonnen und war gegen 10.00 Uhr beendet.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) "Combat 18" verboten hat. Deutschlandweit wurden mehrere Objekte in sechs Bundesländern untersucht: Neben Rheinland-Pfalz auch in Thüringen, Hessen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen. Schwerpunkte der Aktion waren Thüringen und NRW.

Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden richtet sich die Vereinigung gegen die verfassungsmäßige Ordnung, "da sie mit dem Nationalsozialismus wesensverwandt ist". Sie zählt nach ihrer Einschätzung bundesweit 20 Mitglieder.

Die gewaltbereite rechtsextreme Organisation gilt als bewaffneter Arm des in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerks "Blood and Honour" (Blut und Ehre). Sie hat ihren Ursprung in Großbritannien und ist in mehreren europäischen Ländern aktiv.

Die Zahl "18" ist ein Szenecode für den ersten und den achten Buchstaben im Alphabet, also A und H - die Initialen von Adolf Hitler. Symbol der Gruppe, die sich auf einen "Rassenkrieg" vorbereitet, ist der Drache. Neonazis, die sich "Combat 18" zugehörig fühlen, tragen häufig schwarze T-Shirts oder Jacken mit der Aufschrift "C 18".

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