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Extremismus - Düsseldorf:Mutmaßliche IS-Terroristen sollen in Düsseldorf vor Gericht

Karlsruhe/Düsseldorf (dpa/lnw) - Drei mutmaßliche IS-Terroristen sollen wegen Verbrechen im Irak in Düsseldorf vor Gericht gestellt werden. Einer der nun angeklagten Männer soll schon als Jugendlicher 13 blutige Sprengstoffanschläge verübt haben, wie die Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mitteilte. Dabei habe es immer Tote und Verletzte gegeben, darunter Angehörige der US-Streitkräfte, irakische Soldaten und Polizisten sowie Zivilisten.

Die drei Iraker im Alter von 27 bis 29 Jahren waren im Juni 2018 gefasst worden und sitzen seither in Untersuchungshaft. Sie alle sollen bis Mitte 2015 der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gedient haben und kurze Zeit später nach Deutschland gekommen sein.

Dem zweiten Angeklagten wird vorgeworfen, Hinrichtungen von Männern, Frauen und Kindern auf einem Dorfplatz abgesichert zu haben. Der Dritte soll Hinrichtungen und Bestrafungsaktionen gefilmt haben.

Die Bundesanwaltschaft hatte noch einen vierten Mann festnehmen lassen. Die Ermittlungen gegen ihn sind inzwischen eingestellt, wie weiter mitgeteilt wurde. Die Anklage wurde bereits am 8. März vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf erhoben. Die Männer waren in NRW und Bayern gefasst worden.