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Extremismus - Berlin:Auto von AfD-Politiker angezündet

Berlin
Frank-Christian Hansel, Parlamentarischer Geschäftsführer der Abgeordnetenhaus-Fraktion der AfD bei einem Parteitag. Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Berlin (dpa/bb) - Erneut ist ein Brandanschlag auf das Auto eines führenden Berliner AfD-Politikers verübt worden. Der Wagen des Parlamentarischen Geschäftsführers der Abgeordnetenhaus-Fraktion, Frank Hansel, sei in der Nacht zu Montag in Schöneberg angezündet worden, teilte die AfD mit. Die Polizei nannte den Namen des Autobesitzers nicht, bestätigte aber eine Brandstiftung mit einer möglichen politischen Tatmotivation an einem Jaguar in der Eisenacher Straße.

Gegen 3.55 Uhr alarmierte demnach ein Passant die Feuerwehr, die das Feuer löschte. Zwei weitere Autos wurden beschädigt. Der für Taten von politischen Extremisten zuständige Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt.

Der Berliner AfD-Fraktionsvorsitzende Georg Pazderski teilte mit: "Es ist die nächste abstoßende Tat in einer nicht enden wollenden Serie." Weiter hieß es: "Wo sind die empörten Aufschreie aus den Altparteien, wo sind die umfassenden Berichte der Medien über linken Terror und wo sind die Sofortmaßnahmen des Senats?"

Vor rund vier Wochen, in der Nacht zum 10. März, war das Auto des kommissarischen Berliner AfD-Landesvorsitzenden Nicolaus Fest angezündet worden. Am Haus des innenpolitischen Sprechers der AfD-Bundestagsfraktion, Gottfried Curio, wurden zwei Fenster eingeschlagen und eine Beschimpfung auf die Hauswand gesprüht. Auf einer linksradikalen Internetseite gab es einen Bekennertext. Laut Polizei stand auch das Wort "Antifa" auf der Wand. In der Nacht zum 2. März hatten unbekannte Täter in Sachsen einen Brandanschlag auf das Auto des AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla verübt.

Zahlreiche ähnliche Anschläge und Sachbeschädigungen an Büros, Autos und Häusern von AfD-Politikern waren in den vergangenen Jahren mutmaßlich von linksextremistischen Tätern begangen worden. Immer wieder hatte es auch Bekennerschreiben aus der linksradikalen Szene gegeben. Die Autos der Vize-Bundesvorsitzenden Beatrix von Storch und des Berliner Fraktionsvorsitzenden waren 2015 und 2017 beschädigt worden.

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