Europaparlament:Gegen mehr Migration

Der Fraktionschef der EVP will nicht, dass die legalen Wege für Afrikaner, in die EU einzuwandern, deutlich ausgebaut werden.

Von Robert Roßmann, Berlin

Die EVP-Fraktion im Europaparlament wehrt sich gegen bessere Zuwanderungsmöglichkeiten in die EU. Fraktionschef Manfred Weber sagte der Süddeutschen Zeitung, es sei gut, dass die Seenotrettung und der Kampf gegen die Schlepper wegen der Unglücke im Mittelmeer verstärkt würden. "Jetzt aber deutlich mehr legale Zuwanderung nach Europa zu erlauben, wie es SPD und Grüne fordern", löse das Problem nicht. Die EVP-Fraktion sei "der Meinung, dass mehr legale Zuwanderung die Probleme auf beiden Seiten des Mittelmeers sogar noch verschärfen würde", sagte der CSU-Politiker. Im Süden Europas seien "teilweise 50 Prozent der Jugend ohne Arbeit, die sozialen Probleme Europas würden sich durch mehr Zuwanderung aus Afrika noch verschärfen". Auch die Probleme Afrikas würden "sicher nicht durch mehr legale Zuwanderung nach Europa gelöst - im Gegenteil: Wir ziehen dadurch die besten Kräfte Afrikas nach Europa ab". Deshalb sage seine Fraktion "ein klares Nein zu deutlich mehr legaler Zuwanderung aus Afrika nach Europa". Weber sagte, in Deutschland gebe es, anders als in vielen anderen EU-Staaten, zwar einen Bedarf an Zuwanderern auf dem Arbeitsmarkt. Aber hier müsse es "erst einmal gelingen, die Arbeitslosen aus Sevilla und Neapel nach Stuttgart und München zu bringen". Die EVP stellt die größte Fraktion im EU-Parlament, ihr gehören auch die Abgeordneten von CDU und CSU an.

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