EUDie Brandmauer fällt, und niemand schaut hin

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EVP-Fraktionschef Manfred Weber (Mitte) in Rom auf dem Weg zu Italiens Premierministerin, der Rechtspopulistin Giorgia Meloni. Mit ihr organisiert er gelegentlich Mehrheiten im EU-Parlament.
EVP-Fraktionschef Manfred Weber (Mitte) in Rom auf dem Weg zu Italiens Premierministerin, der Rechtspopulistin Giorgia Meloni. Mit ihr organisiert er gelegentlich Mehrheiten im EU-Parlament.
IMAGO/ZUMA Press

Rechte Mehrheiten sind zur Normalität geworden im Europaparlament. Die Sozialdemokraten klagen lautstark über EVP-Chef Manfred Weber – aber außerhalb Brüssels interessiert sich niemand dafür. Was tun?

Von Josef Kelnberger, Brüssel

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Die Europäische Union lebt seit Jahrzehnten von einer politischen Ehe. Einer Vernunftehe mit Spuren von Liebe und Hass. Sie wurde geschlossen zwischen den zwei großen politischen Lagern Europas. In dem einen Lager finden sich Christdemokraten und Konservative, in dem anderen Sozialdemokraten und Sozialisten. Die beiden Parteienfamilien haben sich im Europaparlament immer wieder zusammengerauft, haben gemeinsam den Karren namens Europa gezogen. Und nun, am Ende eines turbulenten Jahres 2025: die Scheidung?

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