Als Manfred Weber vor vier Jahren Chef der Europäischen Volkspartei (EVP) wurde, war sein großes Ziel bald greifbar. Der Zusammenschluss der Mitte-rechts-Parteien Europas sollte die EU-Institutionen beherrschen, soweit es ging, und im Europäischen Parlament einen Block bilden, an dem niemand mehr vorbeikommt. Seit 2014 führte der CSU-Politiker Weber die EVP-Fraktion im Europaparlament, auf dem Parteikongress in Rotterdam 2022 übernahm er auch den Parteivorsitz. Mit der Europawahl zwei Jahre später erreichte Weber den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere, als einer der mächtigsten Politiker des Kontinents. Und tatsächlich: Wer in der EU heute Mehrheiten bilden will, muss das mit der EVP tun.
EU-ParlamentManfred Weber und die teuren griechischen Berater
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Nachdem der CSU-Politiker Chef der Europäischen Volkspartei geworden war, berieten zwei Griechen mit Verbindungen zur Regierung in Athen die Parteizentrale – für außergewöhnlich viel Geld. Lief das alles sauber ab?
Von Jan Diesteldorf, Brüssel
