EU Vorbehalte gegen Albanien

Von Matthias Kolb, Luxemburg

Die EU wird "so schnell wie möglich und bis spätestens Oktober" entscheiden, ob sie mit Albanien und Nordmazedonien Beitrittsverhandlungen beginnt. Dies ist das Ergebnis stundenlanger Verhandlungen der Europaminister. Im Juni 2018 hatten die Staats- und Regierungschefs in Aussicht gestellt, die Gespräche im Juni 2019 zu eröffnen. Allerdings äußern Frankreich, Dänemark und die Niederlande Bedenken; auch die CDU/CSU verhinderte im Bundestag eine Abstimmung. Während es weiter Vorbehalte gegen Albanien gibt, wird Nordmazedonien gelobt. Das Land hat kürzlich den Namensstreit mit Griechenland beendet. Ex-Außenminister Nikos Kotzias sagte der SZ: "Gerade Deutschland und Frankreich müssen Verantwortungsbewusstsein zeigen und ihre Versprechen halten."