Am Tag nach seinem Antrittsbesuch in Paris ist Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) möglicherweise ein bisschen mulmig zumute. Er wolle seine Bemerkungen vom Abend zuvor "eher als diplomatisches Signal unter Freunden werten", verlautet am Dienstag aus Regierungskreisen - dass nämlich diese sich während ihrer EU-Ratspräsidentschaft "auf Aussichtsreicheres konzentrieren mögen". Eine Reform des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts sei ja in wenigen Wochen unmöglich zu schaffen. Warum also sollten sich die Franzosen, die von Januar an die Geschäfte der EU führen, sich nicht lieber auf anderes konzentrieren?
Bundesregierung und EU-FinanzenLindner übt den Spagat
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Stabilität hier, Wachstum dort: Der Finanzminister signalisiert in Paris Flexibilität bei europäischen Zielen - und entspricht damit dem Ampel-Programm.
Von Cerstin Gammelin, Berlin
