Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine.
Wichtige Updates
US-Senatoren fordern von Trump Ende des Diesel-Abkommens mit Russland
Selenskij: Partner warnten nicht vor russischem Angriff
Wadephul warnt vor Moskau: „Auch wir sind im Fadenkreuz“
Bericht: USA wollen Russland mit Diesel-Deal zu Verhandlungen bewegen
Selenskij wirft Russland Bruch von Energiewaffenruhe vor
Anna Schimpp

EU verhängt Rekord-Sanktionen gegen russische Kriegshelfer
Die Europäische Union verhängt neue Sanktionen gegen eine Rekordzahl von Unterstützern der russischen Kriegsmaschinerie. Die EU-Außenminister beschlossen, knapp 1600 Personen, Unternehmen und andere Organisationen mit Strafmaßnahmen zu belegen, teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. Betroffen von den Sanktionen sind Akteure, die mit der Produktion von ballistischen Raketen zu tun haben. Zudem geht es beispielsweise um Drohnenhersteller und Werften, die U-Boote warten. Die Strafmaßnahmen umfassen das Einfrieren von Vermögenswerten sowie das Verbot, Gelder oder andere wirtschaftliche Ressourcen bereitzustellen. Gegen Personen werden außerdem EU-Einreiseverbote verhängt.
Bundesaußenminister Johann Wadephul sprach von einem „beispiellosen Sanktionsschlag“ gegen die Kriegswirtschaft von Russlands Präsident Wladimir Putin. „Wir erschweren es für Putin damit, seinen völkerrechtswidrigen Invasionskrieg fortzusetzen – und seinen zynischen Versuch, die ukrainische Zivilbevölkerung mit mörderischem Bombenterror zu zermürben“, erklärte der CDU-Politiker, der wegen einer Klausur der Spitze seiner Partei in Berlin nicht selbst in Luxemburg war, schon vor Verkündigung der Sanktionen. Wadephul fügte hinzu: „Wir erhöhen den Druck, bis Putin bereit ist, ernsthaft über Frieden in der Ukraine zu verhandeln. Die Botschaft ist klar: Russland kann und wird diesen Krieg nicht gewinnen.“
Die EU-Außenbeauftragte Kallas sagte in Luxemburg, Sanktionen hätten Russland bereits eine Billion Euro entzogen, dieses Geld stehe nun nicht zur Finanzierung des Krieges zur Verfügung. Auch die Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte zur Umgehung von Sanktionen erschwerten es dem Land erheblich, den Krieg zu finanzieren. Kallas will die Sanktionen auch als Zeichen gegen die umstrittene Diesel-Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Putin verstanden wissen.
Bundesaußenminister Johann Wadephul sprach von einem „beispiellosen Sanktionsschlag“ gegen die Kriegswirtschaft von Russlands Präsident Wladimir Putin. „Wir erschweren es für Putin damit, seinen völkerrechtswidrigen Invasionskrieg fortzusetzen – und seinen zynischen Versuch, die ukrainische Zivilbevölkerung mit mörderischem Bombenterror zu zermürben“, erklärte der CDU-Politiker, der wegen einer Klausur der Spitze seiner Partei in Berlin nicht selbst in Luxemburg war, schon vor Verkündigung der Sanktionen. Wadephul fügte hinzu: „Wir erhöhen den Druck, bis Putin bereit ist, ernsthaft über Frieden in der Ukraine zu verhandeln. Die Botschaft ist klar: Russland kann und wird diesen Krieg nicht gewinnen.“
Die EU-Außenbeauftragte Kallas sagte in Luxemburg, Sanktionen hätten Russland bereits eine Billion Euro entzogen, dieses Geld stehe nun nicht zur Finanzierung des Krieges zur Verfügung. Auch die Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte zur Umgehung von Sanktionen erschwerten es dem Land erheblich, den Krieg zu finanzieren. Kallas will die Sanktionen auch als Zeichen gegen die umstrittene Diesel-Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Putin verstanden wissen.
Neben den Sanktionen gegen den militärisch-industriellen Komplex Russlands beschlossen die Außenminister am Montag in Luxemburg auch Strafmaßnahmen gegen mehrere Dutzend Verantwortliche für die Organisation von Wahlen in besetzten Gebieten der Ukraine. Sie waren bereits im September in einer Erklärung der EU-Außenbeauftragten Kallas im Namen der 27 Mitgliedstaaten angekündigt worden. In dem Text hieß es, weder die auf ukrainischem Gebiet abgehaltenen Wahlen noch deren Ergebnisse würden jemals anerkannt.
EU treibt Beitrittsgespräche mit Ukraine und Moldau voran
Die Europäische Union treibt die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau voran. Bei Beitrittskonferenzen in Luxemburg wurden am Dienstag Gespräche über zwei weitere Themenblöcke begonnen. Vertreter der 27 EU-Staaten hatten für diesen Schritt am Vortag grünes Licht gegeben.
Konkret geht es bei den neuen Themenblöcken um den Binnenmarkt sowie um Wettbewerbsfähigkeit und inklusives Wachstum. Zum Binnenmarkt gehören etwa der freie Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr sowie die Arbeitnehmerfreizügigkeit; zur Wettbewerbsfähigkeit Themen wie die Wirtschafts- und Steuerpolitik, Bildung und Forschung.
Die Entscheidung zur Ausweitung der Verhandlungen gilt für beide Länder als wichtiges Zeichen, dass sich ihre Reformanstrengungen lohnen. Vor allem die von Russland angegriffene Ukraine kosten sie viel Kraft. In dem Verhandlungsprozess zur Aufnahme in die EU soll sichergestellt werden, dass ein Kandidatenland alle Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft erfüllt. Um ihn übersichtlicher zu gestalten, wurde er in 35 sogenannte Kapitel eingeteilt. 33 von ihnen sind sechs Themenbereichen zugeordnet, die auch Cluster genannt werden. Mit einem Abschluss der Gespräche wird vor allem bei der Ukraine nicht vor dem kommenden Jahrzehnt gerechnet. Das Land ist nach Einschätzung von Experten unter anderem im Bereich der Korruptionsbekämpfung noch weit von EU-Standards entfernt.
Konkret geht es bei den neuen Themenblöcken um den Binnenmarkt sowie um Wettbewerbsfähigkeit und inklusives Wachstum. Zum Binnenmarkt gehören etwa der freie Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr sowie die Arbeitnehmerfreizügigkeit; zur Wettbewerbsfähigkeit Themen wie die Wirtschafts- und Steuerpolitik, Bildung und Forschung.
Die Entscheidung zur Ausweitung der Verhandlungen gilt für beide Länder als wichtiges Zeichen, dass sich ihre Reformanstrengungen lohnen. Vor allem die von Russland angegriffene Ukraine kosten sie viel Kraft. In dem Verhandlungsprozess zur Aufnahme in die EU soll sichergestellt werden, dass ein Kandidatenland alle Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft erfüllt. Um ihn übersichtlicher zu gestalten, wurde er in 35 sogenannte Kapitel eingeteilt. 33 von ihnen sind sechs Themenbereichen zugeordnet, die auch Cluster genannt werden. Mit einem Abschluss der Gespräche wird vor allem bei der Ukraine nicht vor dem kommenden Jahrzehnt gerechnet. Das Land ist nach Einschätzung von Experten unter anderem im Bereich der Korruptionsbekämpfung noch weit von EU-Standards entfernt.
Recherche zum Krieg: Russische Behörden nehmen japanischen Journalisten fest
Der russische Geheimdienst FSB hat einen japanischen Journalisten der Zeitung Hokkaido Shimbun unter dem Vorwurf der Spionage festgenommen. Die Festnahme sei im Gebiet um die Insel Sachalin im Fernen Osten des Landes erfolgt, meldeten russische Staatsmedien unter Berufung auf den Geheimdienst. Der Mann sei nach Moskau gebracht worden, wo ein Gericht zunächst zwei Monate Untersuchungshaft anordnete.
Der Reporter soll den Angaben nach Material über die Teilnahme von Einwohnern der Kurilen-Inseln an dem seit 2022 andauernden russischen Krieg gegen die Ukraine gesammelt haben. Auf der zur Provinz Sachalin gehörenden Inselgruppe leben nur etwas mehr als 20 000 Menschen.
Die Kurilen sind eine fischreiche Inselgruppe im Pazifik, die die Sowjetunion am Ende des Zweiten Weltkriegs von Japan erobert hat. Moskau und Tokio streiten seither darüber, wem die vier südlichsten Kurilen-Inseln gehören, weshalb es bis heute keinen Friedensvertrag gibt. Einige Inseln der Kurilen befinden sich nur wenige Kilometer von der japanischen Insel Hokkaido entfernt und sind für Russland von militärischer Bedeutung.
Im August hatte ein Besuch von Russlands Präsidenten Wladimir Putin auf der Insel Iturup die Beziehungen der beiden Nachbarstaaten verschlechtert. Tokio protestierte und bezeichnete die sogenannten Nördlichen Territorien als „ureigenes japanisches Territorium“. Moskau nahm bereits mehrfach ausländische Staatsbürger mit Spionagevorwurf fest, um sie später gegen im Ausland einsitzende Russen auszutauschen.
Der Reporter soll den Angaben nach Material über die Teilnahme von Einwohnern der Kurilen-Inseln an dem seit 2022 andauernden russischen Krieg gegen die Ukraine gesammelt haben. Auf der zur Provinz Sachalin gehörenden Inselgruppe leben nur etwas mehr als 20 000 Menschen.
Die Kurilen sind eine fischreiche Inselgruppe im Pazifik, die die Sowjetunion am Ende des Zweiten Weltkriegs von Japan erobert hat. Moskau und Tokio streiten seither darüber, wem die vier südlichsten Kurilen-Inseln gehören, weshalb es bis heute keinen Friedensvertrag gibt. Einige Inseln der Kurilen befinden sich nur wenige Kilometer von der japanischen Insel Hokkaido entfernt und sind für Russland von militärischer Bedeutung.
Im August hatte ein Besuch von Russlands Präsidenten Wladimir Putin auf der Insel Iturup die Beziehungen der beiden Nachbarstaaten verschlechtert. Tokio protestierte und bezeichnete die sogenannten Nördlichen Territorien als „ureigenes japanisches Territorium“. Moskau nahm bereits mehrfach ausländische Staatsbürger mit Spionagevorwurf fest, um sie später gegen im Ausland einsitzende Russen auszutauschen.
US-Senatoren fordern von Trump Ende des Diesel-Abkommens mit Russland
Sechs US-Senatoren aus den Reihen der Republikaner um Donald Trump fordern gemeinsam mit sechs Demokraten von dem US-Präsidenten ein Ende des Diesel-Abkommens mit Russland. Der Vorstoß markiert eine Abkehr von der bislang fast uneingeschränkten Unterstützung der Republikaner für Trumps außenpolitische Entscheidungen.
In einem am Dienstag veröffentlichten Brief der zwölf Politiker heißt es, das Diesel-Abkommen verschaffe Russland mehr Treibstoff zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine und bringe US-Bürgern keine Vorteile. "Moskau die Möglichkeit zu geben, russischen Diesel frei auf den Weltmärkten zu verkaufen, schadet den US-Sicherheitsinteressen und ist ein Verrat am ukrainischen Volk, das sich weiterhin gegen den mörderischen, illegalen Krieg von Wladimir Putin verteidigt", hieß es. Das Abkommen sei ein Geschenk an einen Gegner und ein Verrat an Verbündeten. Es müsse rückgängig gemacht werden. Trump, der das Abkommen jüngst nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verkündet hatte, wich vor Journalisten der Frage aus, ob Russland die Einnahmen aus dem Geschäft für den Kauf weiterer Bomben verwenden könnte.
Zu den Unterzeichnern des Briefs gehören neben dem führenden Republikaner Mitch McConnell fünf weitere Parteikollegen Trumps sowie sechs Demokraten. Der Widerspruch kommt drei Wochen vor den Zwischenwahlen am 3. November, bei denen sich die Mehrheitsverhältnisse im Kongress entscheiden.
In einem am Dienstag veröffentlichten Brief der zwölf Politiker heißt es, das Diesel-Abkommen verschaffe Russland mehr Treibstoff zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine und bringe US-Bürgern keine Vorteile. "Moskau die Möglichkeit zu geben, russischen Diesel frei auf den Weltmärkten zu verkaufen, schadet den US-Sicherheitsinteressen und ist ein Verrat am ukrainischen Volk, das sich weiterhin gegen den mörderischen, illegalen Krieg von Wladimir Putin verteidigt", hieß es. Das Abkommen sei ein Geschenk an einen Gegner und ein Verrat an Verbündeten. Es müsse rückgängig gemacht werden. Trump, der das Abkommen jüngst nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verkündet hatte, wich vor Journalisten der Frage aus, ob Russland die Einnahmen aus dem Geschäft für den Kauf weiterer Bomben verwenden könnte.
Zu den Unterzeichnern des Briefs gehören neben dem führenden Republikaner Mitch McConnell fünf weitere Parteikollegen Trumps sowie sechs Demokraten. Der Widerspruch kommt drei Wochen vor den Zwischenwahlen am 3. November, bei denen sich die Mehrheitsverhältnisse im Kongress entscheiden.
Trump: Geben weiterhin Geheimdienstinformationen an die Ukraine
US-Präsident Donald Trump sagt, die USA würden weiter Geheimdienstinformationen an die Ukraine geben. „Wir helfen ihnen und wir teilen Geheimdienstinformationen“, sagt Trump vor Journalisten in Washington. „Wir wollen, dass der Krieg endet, also arbeiten wir mit ihnen und Russland daran, den Krieg zu beenden.“ Trump sagt zudem, Russland werde Diesel für den Weltmarkt freigeben, nicht für die USA.
Selenskij: Partner warnten nicht vor russischem Angriff
Die Ukraine verlässt sich bei russischen Luftangriffen auf Daten ihrer Verbündeten, um Luftalarm auszulösen. Bei einem Angriff auf Kiew sei die Vorwarnung nun ausgeblieben, sagt der Präsident der Ukraine, Wolodimir Selenskij. „Zu diesem Angriff gab es leider keine Vorwarnung von unseren Partnern“, teilte er bei Telegram mit. „Aufklärungsdaten über den Abschuss russischer ballistischer Raketen helfen dabei, Menschenleben zu retten, und das ist eine der kritischsten Fragen“, sagte er. „Aber direkte oder indirekte Unterstützung Russlands, die Behinderung der Hilfe für die Ukraine und die Erschwerung des Schutzes vor ballistischen Angriffen – all das trägt definitiv nicht zum Frieden bei“, so Selenskij weiter.
Der Präsident nannte keinen Partner namentlich, betonte aber, das Land brauche ein starkes Amerika, ein starkes Europa und Partner, „die wirklich helfen“. Die Ukraine verlässt sich in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg traditionell vorwiegend auf Aufklärungsdaten des US-Militärs, aber auch auf die anderer Nato-Mitgliedsstaaten. Die ukrainischen Luftstreitkräfte hatten nach dem Angriff mitgeteilt, dass aufgeklärt werden müsse, warum es diesmal keine Warnung vor der russischen Attacke gegeben habe. Selenskij sprach nun von einem „hinterhältigen ballistischen Angriff auf Kiew – fünf Raketen, die zivile Infrastruktur trafen“.
Der Präsident nannte keinen Partner namentlich, betonte aber, das Land brauche ein starkes Amerika, ein starkes Europa und Partner, „die wirklich helfen“. Die Ukraine verlässt sich in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg traditionell vorwiegend auf Aufklärungsdaten des US-Militärs, aber auch auf die anderer Nato-Mitgliedsstaaten. Die ukrainischen Luftstreitkräfte hatten nach dem Angriff mitgeteilt, dass aufgeklärt werden müsse, warum es diesmal keine Warnung vor der russischen Attacke gegeben habe. Selenskij sprach nun von einem „hinterhältigen ballistischen Angriff auf Kiew – fünf Raketen, die zivile Infrastruktur trafen“.

Wolodimir Selenskij, Präsident der Ukraine. Danylo Antoniuk/AP/dpa
Wadephul: Ukraine muss nicht in Vorleistung treten
Außenminister Johann Wadephul verlangt von Russland, die von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagene begrenzte Waffenruhe zuerst einzuhalten. In dem Moment, wo Russland bereit sei, einen Waffenstillstand bei den Angriffen auf Energieinfrastruktur einzuhalten, werde die Ukraine ihn auch halten, sagte der CDU-Politiker am Rande einer Sicherheitskonferenz in der polnischen Hauptstadt Warschau.
„Es ist nicht an der Ukraine, Vorleistungen zu tätigen. Die Ukraine hat diesen Krieg nicht begonnen. Eigentlich müsste Russland Vorleistungen tätigen.“Außenminister Wadephul
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte sich für den Vorschlag offen gezeigt, allerdings betont, dass Russland darauf bislang nicht eingegangen sei. Nach Angaben Selenskijs gab es auch nach Trumps Ankündigung massive russische Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur.
Anna Schimpp

Charkiw: Tote und Verletzte nach russischem Angriff
Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Bei dem Raketenangriff sei ein viergeschossiges Wohnhaus getroffen worden, teilten die ukrainischen Behörden mit. In den Trümmern des Hauses könnten noch Menschen verschüttet sein, hieß es. Rettungskräfte seien im Einsatz.
Auch in der Hauptstadt Kiew meldete Bürgermeister Vitali Klitschko Schäden an einem Wohnhaus nach einem russischen Drohnenangriff. Im Westen der Ukraine brannten im Gebiet Lwiw laut Zivilschutz drei Wohnhäuser nach einem Drohnenangriff. Informationen zu Verletzten gab es demnach nicht. Die ukrainische Luftverteidigung meldete am Morgen, dass von 108 russischen Drohnenangriffen 88 abgewehrt worden seien.
Wadephul warnt vor Moskau: „Auch wir sind im Fadenkreuz“
Außenminister Johann Wadephul will angesichts anhaltender Angriffe Russlands auf die Ukraine bei einem Besuch in Polen ein Zeichen der Geschlossenheit setzen. „Auch wir sind im Fadenkreuz“, warnte der CDU-Politiker vor seiner Abreise zur Teilnahme an einer Sicherheitskonferenz in Warschau. Deswegen komme er in der polnischen Hauptstadt mit engen Freunden Deutschlands aus Polen, Norwegen und dem Vereinigten Königreich zusammen.
Gemeinsam übernehme man Verantwortung, „damit Europas Freiheit auch von uns als Europäern verteidigt wird“, sagte Wadephul. „Jetzt ist der Zeitpunkt, um den Druck auf Russland zu erhöhen, statt unsere eigene Deckung fallen zu lassen“, ergänzte er. Gemeinsam sende man ein klares Signal nach Moskau: „Europa ist handlungsfähig und steht geschlossen hinter der Ukraine.“
Auf dem Sicherheitsforum in Warschau will Wadephul zum Thema „Die Rückkehr der Machtpolitik: Europa zwischen Krieg und Rivalität“ mit seinen Kollegen Radoslaw Sikorski (Polen), Espen Barth Eide (Norwegen) und Ed Miliband (Großbritannien) diskutieren.
Gemeinsam übernehme man Verantwortung, „damit Europas Freiheit auch von uns als Europäern verteidigt wird“, sagte Wadephul. „Jetzt ist der Zeitpunkt, um den Druck auf Russland zu erhöhen, statt unsere eigene Deckung fallen zu lassen“, ergänzte er. Gemeinsam sende man ein klares Signal nach Moskau: „Europa ist handlungsfähig und steht geschlossen hinter der Ukraine.“
Auf dem Sicherheitsforum in Warschau will Wadephul zum Thema „Die Rückkehr der Machtpolitik: Europa zwischen Krieg und Rivalität“ mit seinen Kollegen Radoslaw Sikorski (Polen), Espen Barth Eide (Norwegen) und Ed Miliband (Großbritannien) diskutieren.
Bericht: USA wollen Russland mit Diesel-Deal zu Verhandlungen bewegen
Die USA setzen Insidern zufolge darauf, dass das umstrittene Diesel-Abkommen mit Russland die Führung in Moskau zu Friedensverhandlungen bewegen soll, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hätten dies ukrainischen Vertretern bei einem Treffen in Miami erklärt, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen zu Reuters. Das Abkommen über die Lieferung von mehr als 2,25 Millionen Barrel Diesel an die USA und weltweite Märkte soll demnach die Position Moskaus „aufweichen“.
Der russische Präsident Wladimir Putin ist den Gesandten zufolge derzeit nicht zu Verhandlungen bereit. Die US-Delegation fordere zugleich ein Ende der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien. Die ukrainischen Vertreter hätten skeptisch reagiert und sähen in dem Deal ein Zugeständnis an Russland. Die US-Vertreter drohten bislang jedoch nicht mit einer Kürzung der Unterstützung für Kiew.
Der russische Präsident Wladimir Putin ist den Gesandten zufolge derzeit nicht zu Verhandlungen bereit. Die US-Delegation fordere zugleich ein Ende der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien. Die ukrainischen Vertreter hätten skeptisch reagiert und sähen in dem Deal ein Zugeständnis an Russland. Die US-Vertreter drohten bislang jedoch nicht mit einer Kürzung der Unterstützung für Kiew.
Russischer Drohnenangriff: Zwei Tote und Verletzte in Kiew
Bei einem russischen Drohnenangriff sind in Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. „Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass auf Russland mehr Druck ausgeübt werden muss“, schrieb Präsident Wolodimir Selenskij auf Telegram. Moskau verlängere den Krieg und schicke als Antwort auf den US-Vorschlag einer Energiewaffenruhe weitere Drohnen. „Wir zählen darauf, dass die Vereinigten Staaten diese Signale Russlands sehen und entschlossen handeln werden“, erklärte Selenskij. Es sei Stärke notwendig, um Russland zu einem Kriegsende zu zwingen.
Zuvor hatte Bürgermeister Vitali Klitschko über knapp ein Dutzend weitere Verletzte auf Telegram informiert. Die Drohne schlug demnach in ein 25-stöckiges Hochhaus im Ostteil der Dreimillionenstadt ein. Mehrere Autos seien zudem in Brand geraten.
Zuvor hatte Bürgermeister Vitali Klitschko über knapp ein Dutzend weitere Verletzte auf Telegram informiert. Die Drohne schlug demnach in ein 25-stöckiges Hochhaus im Ostteil der Dreimillionenstadt ein. Mehrere Autos seien zudem in Brand geraten.
Selenskij telefoniert mit Merz
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat an diesem Montag mit Bundeskanzler Friedrich Merz telefoniert. Selenskij habe den Kanzler über die massiven russischen Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur am vergangenen Wochenende informiert, hieß es in einer Mitteilung der Bundesregierung. „Der Bundeskanzler und der Präsident waren sich einig, dass es nun an Russland liege, einem Waffenstillstand für die gesamte Energieinfrastruktur zuzustimmen.“
Ukraine: Tote im Gebiet Donezk nach russischem Beschuss
Bei russischem Beschuss sind in der ostukrainischen Region Donezk Behördenangaben zufolge mindestens drei Zivilisten getötet worden. Bei dem Angriff seien in der Siedlung Tscherkaske im Landkreis Kramatorsk weitere vier Menschen verletzt worden, teilte die ukrainische Staatsanwaltschaft auf sozialen Netzwerken mit. Den Angaben nach wurde beim Beschuss des Wohngebiets mit dem Mehrfachraketenwerfersystem Smertsch mindestens ein Einfamilienhaus komplett zerstört. Die Behörde habe Ermittlungen wegen eines möglichen Kriegsverbrechens aufgenommen. Tscherkaske ist etwas mehr als 30 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Anna Schimpp

Merz geht nach Diesel-Abkommen auf Distanz zu Trump
Bundeskanzler Friedrich Merz geht angesichts eines Donald Trump geplanten Import russischen Diesels auf Distanz zum US-Präsidenten. Merz sagte, die Bundesregierung nehme die Vereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten und Russland zur Ausfuhr von Diesel zur Kenntnis. „Für Deutschland und für Europa kommt eine solche Entscheidung nicht infrage. Russland wird nur unter Druck ernsthaft verhandeln, und deshalb halten wir an unseren Russlandsanktionen fest.“
Nach Moskaus rücksichtslosen Angriffen gegen die zivile Energieversorgung der Ukraine müssten die Sanktionen sogar noch verschärft werden. „Russland wird auf friedliche Vorschläge und Vorschläge zu jetzigen Verhandlungen offenkundig nicht eingehen.“ Russland habe den Vorschlag Trumps über einen Energiewaffenstillstand inzwischen beantwortet, und zwar durch massive Angriffe auf die zivile ukrainische Energieversorgung. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij könne sich in dieser Lage auf Deutschland und Europa verlassen.
Nach Moskaus rücksichtslosen Angriffen gegen die zivile Energieversorgung der Ukraine müssten die Sanktionen sogar noch verschärft werden. „Russland wird auf friedliche Vorschläge und Vorschläge zu jetzigen Verhandlungen offenkundig nicht eingehen.“ Russland habe den Vorschlag Trumps über einen Energiewaffenstillstand inzwischen beantwortet, und zwar durch massive Angriffe auf die zivile ukrainische Energieversorgung. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij könne sich in dieser Lage auf Deutschland und Europa verlassen.
Trump verkündete nach einem Gespräch mit Putin auf seiner Plattform Truth Social, er habe mit dem russischen Präsidenten vereinbart, dass „umgehend“ mehr als 300 000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung gestellt würden. Im Laufe des Novembers soll laut Trump eine weitere halbe Million Tonnen Diesel freigegeben werden sowie eine Million Tonnen „sofort danach“. „Abhängig vom Zustand seiner Dieselraffinerien“ wolle Russland zudem innerhalb kurzer Zeit drei Millionen Tonnen Diesel liefern. Die EU kritisierte die Vereinbarung.
Anna Schimpp

Moskau bestätigt Energie-Waffenruhe nicht und lehnt zudem Selenskijs Vorschlag ab
Russland hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Waffenruhe für gegenseitige Angriffe auf Energieobjekte im Ukraine-Krieg nicht bestätigt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die Kontakte mit der US-Seite andauerten. Wenn es Ergebnisse gebe, werde der Kreml darüber informieren.
Am Sonntag hatte Trump eine Waffenruhe für Angriffe auf Energieinfrastruktur angekündigt. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij zeigte sich überrascht, betonte aber seine Bereitschaft dazu. Zugleich lobte Peskow, dass die USA sich für eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg einsetzten. „Wir sind dankbar für die Fortsetzung dieser Anstrengungen“, sagte er. Dagegen täten die Europäer nichts für einen Frieden. „Die Europäer – sie gehören eher zur Kriegspartei, die alles dafür tut, damit dieser Krieg nicht endet“, sagte Peskow. Russland wirft Deutschland und den anderen Europäern seit Langem vor, mit Waffenlieferungen und Milliardenhilfen den Konflikt immer weiter zu eskalieren.
Peskow äußerte sich auch zu der von Selenskij erneut angebotenen Waffenruhe von 60 Tagen für die Abhaltung von Wahlen in der Ukraine. „Wir wollen keine Waffenruhe, sondern einen dauerhaften Frieden und sind bereit, dafür alles Mögliche zu unternehmen“, behauptete Peskow. Für den Fall von Wahlen in der Ukraine sei Russland aber zu einer Waffenruhe für den Tag der Abstimmung bereit. Die 60 Tage wolle Selenskij nicht, um Wahlen abzuhalten, sondern um im Krieg durchzuatmen und neue Kräfte zu sammeln, meinte Peskow. Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow lehnte eine Waffenruhe erneut ab. Selenskij versuche derzeit, sich um jeden Preis Zeit zu verschaffen. „Ich denke, er hat das Durchatmen nicht verdient“, sagte Lawrow.
Am Sonntag hatte Trump eine Waffenruhe für Angriffe auf Energieinfrastruktur angekündigt. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij zeigte sich überrascht, betonte aber seine Bereitschaft dazu. Zugleich lobte Peskow, dass die USA sich für eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg einsetzten. „Wir sind dankbar für die Fortsetzung dieser Anstrengungen“, sagte er. Dagegen täten die Europäer nichts für einen Frieden. „Die Europäer – sie gehören eher zur Kriegspartei, die alles dafür tut, damit dieser Krieg nicht endet“, sagte Peskow. Russland wirft Deutschland und den anderen Europäern seit Langem vor, mit Waffenlieferungen und Milliardenhilfen den Konflikt immer weiter zu eskalieren.
Peskow äußerte sich auch zu der von Selenskij erneut angebotenen Waffenruhe von 60 Tagen für die Abhaltung von Wahlen in der Ukraine. „Wir wollen keine Waffenruhe, sondern einen dauerhaften Frieden und sind bereit, dafür alles Mögliche zu unternehmen“, behauptete Peskow. Für den Fall von Wahlen in der Ukraine sei Russland aber zu einer Waffenruhe für den Tag der Abstimmung bereit. Die 60 Tage wolle Selenskij nicht, um Wahlen abzuhalten, sondern um im Krieg durchzuatmen und neue Kräfte zu sammeln, meinte Peskow. Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow lehnte eine Waffenruhe erneut ab. Selenskij versuche derzeit, sich um jeden Preis Zeit zu verschaffen. „Ich denke, er hat das Durchatmen nicht verdient“, sagte Lawrow.
