Die Europäische Union feiert ihre Geburtsstunde. Über allem aber schwebt die Frage, was die Jubiläumsparty überhaupt wert ist.
So bewusst Konrad Adenauer der "geschichtliche Augenblick" war, wollte er sich doch "sicherlich nicht in Vorschusslorbeeren winden". Der Bundeskanzler, der am 25. März 1957 in seiner Eigenschaft als Außenminister die Römischen Verträge zur Schaffung einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und Euratom unterzeichnete, sprach vielmehr "von den vielen Aufgaben, die vor uns liegen".
60 Jahre danach steht Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Kapitol in Rom und sagt: "Die Arbeitsagenda ist wichtig." Eben noch haben sich die Mächtigen der Europäischen Union an diesem historischen ...

