EU-Politik "Ein Europa, das große Reformen wagt"

Timmermans bei einem Festival in seiner Heimatstadt Heerlen. Der Niederländer will gezielt Wähler jenseits der Metropolen ansprechen.

(Foto: Hollandse Hoogte/imago)

Wirtschaft, Währung, Rüstung - Frans Timmermans will als Frontmann der europäischen Sozialdemokraten Einiges bewegen in der EU. Vor allem aber möchte er die Wähler nationalistischer Parteien nicht verloren geben.

Interview von Matthias Kolb

Der Niederländer Frans Timmermans wird am Samstag zum Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten für die Europawahl 2019 gekürt. Anders als sein konservativer Konkurrent Manfred Weber (CSU) hat der Ex-Außenminister Regierungserfahrung und spricht ein halbes Dutzend Fremdsprachen. Als Erster Vizepräsident der EU-Kommission ist der 57-Jährige zuständig für Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit.

SZ: Herr Kommissar, Sie haben vor Kurzem gesagt: "Wir müssen die Leute von Angst und Hass befreien, das war und ist die Aufgabe der Sozialdemokratie in Europa". Bei den Wahlen fahren linke Parteien ...

"Europa darf sich nicht abschotten"

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