Die konservative Europaabgeordnete Céline Imart, 43, hat zweifellos Ahnung von der Landwirtschaft. Sie führt im Südwesten Frankreichs einen Betrieb mit mehr als 200 Hektar, auf denen sie Getreide anbaut. Sie kenne aber auch die wirtschaftlichen Nöte der Tierhalter, sagt die Französin. In deren Namen hat sie in Brüssel einen ebenso spektakulären wie umstrittenen Vorstoß unternommen: Begriffe wie „Burger“, „Schnitzel“, „Steak“ oder „Wurst“ sollen im europäischen Handel nur noch für Produkte verwendet werden dürfen, in denen wirklich Fleisch steckt. Die Hersteller pflanzlicher Produkte müssten sich also neue Namen für ihre Ware suchen.
EU-ParlamentZurück in die Fleischzeit
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Produktnamen wie „Veggieburger“ oder „Tofuschnitzel“ sollen verboten werden, so will es eine Mehrheit der Europaabgeordneten. Verbraucherschutz oder Kulturkampf? Auch aus CDU und CSU kommt Kritik.
Von Josef Kelnberger, Brüssel
