Rund um das Europaparlament zeichnet sich etwas mehr als zwei Jahre nach „Katargate“ ein neuer Korruptionsskandal ab. Im Mittelpunkt steht diesmal der chinesische Telekommunikationsgigant Huawei. Wie die belgische Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel bestätigt, rückten Ermittler am Donnerstagmorgen zu insgesamt 21 Hausdurchsuchungen in Belgien und auch Portugal an. Die Huawei-Mitarbeiter sollen bei den Institutionen der Europäischen Union in Brüssel Lobbyarbeit betrieben haben und werden verdächtigt, mehr als ein Dutzend Europaabgeordnete bestochen zu haben. Namen wurden zunächst nicht bekannt. Es soll sich um aktuelle und ehemalige Parlamentarier handeln.
EUHat Huawei Europaabgeordnete bestochen?
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Die belgische Justiz verdächtigt den chinesischen Konzern, EU-Parlamentarier gekauft zu haben. Am Donnerstag gab es mehrere Hausdurchsuchungen und Festnahmen.
Von Josef Kelnberger, Brüssel
