EU-Gipfel:Wie es nach Orbáns Haushaltsblockade weitergeht

EU-Gipfel: Viktor Orbán, Ministerpräsident von Ungarn, auf dem EU-Gipfel in Brüssel. Er verhinderte dort den Beschluss für neue Finanzhilfen für die Ukraine.

Viktor Orbán, Ministerpräsident von Ungarn, auf dem EU-Gipfel in Brüssel. Er verhinderte dort den Beschluss für neue Finanzhilfen für die Ukraine.

(Foto: Virginia Mayo/dpa)

Nach dem Veto des ungarischen Ministerpräsidenten Orbán vertagen Europas Staats- und Regierungschefs die Entscheidung für neue Ukraine-Finanzhilfen. Auch bis zum EU-Beitritt des Landes sind noch viele Hürden zu bewältigen.

Von Jan Diesteldorf, Brüssel

Den einen historischen Moment hatte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán noch geschehen lassen, indem er kurz aus dem Saal ging, und der Europäische Rat für ein paar Augenblicke nur 26 anwesende Mitglieder zählte. Ohne den Ungarn beschloss der Rat, Beitrittsgespräche mit der Ukraine zu beginnen und mit der Republik Moldau aufzunehmen, während er Bosnien-Herzegowina solche in Aussicht stellt und Georgien den Kandidatenstatus verleiht. Um halb sieben am Donnerstagabend vermeldete EU-Ratspräsident Charles Michel den Durchbruch.

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Viktor Orbán gibt seine Blockade gegen Beitrittsgespräche mit der Ukraine auf. Ungarns Ministerpräsident ist zwar ein Autokrat, der den Rechtsstaat mit Füßen tritt - aber offenbar auch fähig, in einem historischen Moment das Richtige zu tun.

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