EU-Mercosur-AbkommenItalien pokert, Frankreich wird überstimmt

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Noch am Freitagmorgen protestieren Landwirte in Paris mit Straßenblockaden gegen das Handelsabkommen Mercosur. Vorerst ohne Erfolg.
Noch am Freitagmorgen protestieren Landwirte in Paris mit Straßenblockaden gegen das Handelsabkommen Mercosur. Vorerst ohne Erfolg. (Foto: Florian Poitout/Imago)

Geopolitik schlägt Bauern-Interessen: Das Freihandelsabkommen der EU mit fünf südamerikanischen Staaten steht nach 26 Jahren vor dem Abschluss. Nur in Paris wird es rundweg abgelehnt.

Von Elisa Britzelmeier, Jan Diesteldorf und Oliver Meiler, Brüssel, Paris, Rom

Es soll die letzte Reise in dieser Angelegenheit werden, nach mehr als einem Vierteljahrhundert. In der kommenden Woche wird eine EU-Delegation in Asunción landen, der Hauptstadt Paraguays, und ein Abkommen unterschreiben, das zwischenzeitlich vor dem Aus stand und das Europas Bauern bis zuletzt heftig bekämpft haben. Angeführt von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen werden die EU-Vertreter mit dem Mercosur-Abkommen nicht nur eine der größten Freihandelszonen der Welt beschließen. Die Unterschrift soll vor allem ein geopolitisches Statement sein: Europa, Hüter der Reste einer ehemals regelbasierten Weltordnung, schmiedet neue Partnerschaften, während alte Allianzen zerbrechen.

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