Bundeskanzler Friedrich Merz war im Los-jetzt-Modus, er ließ keine Zweifel mehr aufkommen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs seien sich grundsätzlich einig, sagte er vor wenigen Wochen nach seinem ersten EU-Gipfel, „dass das Mercosur-Abkommen jetzt so schnell wie möglich verabschiedet werden muss“. Es habe von keinem der europäischen Partner mehr grundsätzliche Einwände gegeben, jetzt gehe es nur noch um Details. Das stand zwar im Widerspruch zu Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der das Abkommen im Sinne der französischen Landwirte und damit notgedrungen ablehnt. Eine robuste Blockade-Allianz hatte Macron aber nicht mehr formieren können. Und der Druck aus Berlin hatte gewirkt.
Mercosur-AbkommenEU will Handelspartnerschaft mit Staaten Südamerikas besiegeln
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Es könnte zur größten Freihandelszone der Welt kommen, europäische Bauern fürchten Konkurrenz – ein Rindermarkt in Buenos Aires.
Agustin Marcarian/REUTERSDas umstrittene Zollabkommen mit den Ländern des Mercosur-Verbunds soll den Europäern neue Märkte erschließen. Gelingt der EU ein strategischer Befreiungsschlag im globalen Handelskonflikt?
Von Jan Diesteldorf, Brüssel
