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Europäische Union:Mairead McGuinness soll irische EU-Kommissarin werden

EU-Politikerin Mairead McGuinness 2017 in Polen

Mairead McGuinness soll irische EU-Kommissarin werden.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Sie wird für Finanzmarktpolitik zuständig sein. Kommissionschefin von der Leyen baut ihr Team um. Vize-Präsident Dombrovskis soll das wichtige Handelsressort übernehmen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen baut nach dem Rücktritt ihres Handelskommissar Phil Hogan ihr Team um. Wie von der Leyen in Brüssel mitteilte, will sie die Irin Mairead McGuinness als neue Kommissarin vorschlagen. Sie war bisher Vizepräsidentin des Europaparlaments und soll vorbehaltlich der Zustimmung des Europaparlaments und des Rates der Mitgliedstaaten die Zuständigkeit für Finanzmarktpolitik erhalten.

"Frau McGuinness verfügt über bedeutende politische Erfahrungen in EU-Fragen, da sie seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments ist und derzeit den Posten als erste Vizepräsidentin innehat", erklärte von der Leyen. Dies sei von entscheidender Bedeutung, um die Finanzmarktpolitik voranzubringen. Von der Leyen rückt damit ihrem Ziel näher, die EU-Kommission paritätisch aus Männern und Frauen zu besetzen. Sollten die Personalien vom Parlament bestätigt werden, gibt es künftig 14 EU-Kommissar und 12 Kommissarinnen. Von der Leyen miteingerechnet sind es 13.

Vizepräsident Valdis Dombrovskis soll das wichtige Handelsressort übernehmen. Handel ist in der EU-Kommission eines der Schlüsselressorts. Dombrovskis wird maßgeblich an den Verhandlungen über ein Handelsabkommen der EU mit Großbritannien beteiligt sein. Zudem wird er sich mit den Spannungen in den Handelsbeziehungen der EU mit den USA und China auseinandersetzen müssen.

Hogan war Ende August wegen Missachtung von Corona-Regeln zurückgetreten. Er hatte bei einem Heimatbesuch in Irland aus Sicht der irischen Regierung mehrere Pandemie-Auflagen verletzt, darunter Quarantänepflichten und Bewegungseinschränkungen. Die Affäre begann mit einem Dinner in einem Golfclub, an dem etwa 80 Personen teilgenommen hatten - weit mehr als zulässig.

© SZ/dpa/Reuters/saul
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