Süddeutsche Zeitung

EU-Haushaltskommissar Lewandowski:London soll sich zur EU bekennen

Das britische Unterhaus verlangt Kürzungen im EU-Haushalt - und stößt Brüssel damit vor den Kopf. EU-Haushaltskommissar Lewandowski verlangt von Großbritanniens Premier Cameron Klarheit über den Verbleib in der Europäischen Union. Die Geduld mit dem Land gehe zur Neige, sagte Lewandowski der "Süddeutschen Zeitung".

Die Geduld mit Großbritannien geht in der EU zur Neige. Angesichts seines harten Widerstandes gegen den zukünftigen EU-Haushalt müsse London jetzt zeigen, wo es langfristig hingehören will, sagte der für den EU-Haushalt verantwortliche Kommissar Janusz Lewandowski der Süddeutschen Zeitung: "Entweder es sieht für längere Zeit seine Zukunft in der Europäischen Union oder nicht." Grundsätzliche Einsprüche gegen die Brüsseler Budgetpläne kommen inzwischen allerdings unter anderem auch aus Schweden und Frankreich.

Das britische Unterhaus hatte Kürzungen im EU-Haushalt verlangt. Premierminister David Cameron drohte mit einem Veto gegen den EU-Haushalt. Lewandowski sagte: "Das Spiel in der Europäischen Union heißt Kompromiss. Aber natürlich gibt es Grenzen: Wir können nicht mehr Europa mit substanziell weniger Geld schaffen."

Die EU-Kommission hat für den mehrjährigen Finanzrahmen der Jahre 2014 bis 2020 ein Budget von knapp 1,1 Billionen Euro angesetzt. Deutschland etwa will den Kommissionsentwurf um 100 Milliarden Euro kürzen, Großbritannien gar um 250 Milliarden.

Das vollständige Interview mit Janusz Lewandowski lesen Sie in der Süddeutschen Zeitung von Freitag.

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