Europäische Union:Stühlerücken am rechten Rand

Europäische Union: Auch am Brüsseler Sitz des Europäischen Parlaments steht alles im Zeichen der bevorstehenden Wahlen.

Auch am Brüsseler Sitz des Europäischen Parlaments steht alles im Zeichen der bevorstehenden Wahlen.

(Foto: Kenzo Tribouillard/AFP)

Vor der Europawahl sortieren sich in Brüssel die extremen Kräfte. Welche Partei wird nach der Wahl zu welcher Koalition gehören? Manfred Weber, Chef der konservativen EVP, wittert eine Chance.

Von Jan Diesteldorf, Brüssel

Da standen sie nun, die Gefolgsleute des rechtsextremen Polemikers Éric Zemmour aus Frankreich, und sprachen über ihre großen Pläne. Vor wenigen Wochen im Straßburger Parlament, zweite Etage, gleich neben dem Plenarsaal: Nicolas Bay, derzeit der einzige EU-Abgeordnete der Zemmour-Partei Reconquête, verkündet den Beitritt seiner Partei zur Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR). Jener Parteienfamilie, die einst die britischen Tories mitgründeten, die zwischen den Christdemokraten und den strammen Nationalisten sitzt und deren heutiges Kraftzentrum die Fratelli d'Italia von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Polens Ex-Regierungspartei PiS bilden.

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