Ursula von der Leyen äußert sich nur selten gegenüber Journalisten. Umso bemerkenswerter war es, dass sie an diesem Mittwoch gleich zweimal zu einer Pressekonferenz erschien. Und man darf annehmen, dass der eigentliche Adressat dieser beiden Auftritte Wladimir Putin war. Die Botschaft der Kommissionspräsidentin lautete: Die Europäische Union versucht weiterhin mit allen Mitteln, Russland für den Angriff auf die Ukraine wirtschaftlich zu bestrafen – und schreckt auch nicht vor unkonventionellen Mitteln zurück, um die Ukraine am Leben zu erhalten. Druck, sagte von der Leyen, sei die einzige Sprache, die Putin verstehe. Er soll teuer bezahlen für seinen Krieg.
EU und UkraineWie von der Leyen russische Milliarden umleiten will
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Die EU-Kommissionspräsidentin legt nach langem Zögern ihren Plan für ein „Reparationsdarlehen“ vor. „Fast alle“ Bedenken der belgischen Regierung seien ausgeräumt, sagt sie – doch der Streit dürfte weitergehen.
Von Josef Kelnberger, Brüssel
