Vor fast zwei Wochen hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine Rede zur Lage der Union gehalten, in der er den Ausgang der Bundestagswahl vorweggenommen hat. Europa habe wieder Wind in den Segeln, hatte Juncker gesagt. Er meinte den Wind dank günstiger Wirtschaftsdaten, aber wohl auch dank der Wahlergebnisse in den Niederlanden, Frankreich und eben in Deutschland, das Juncker - wie so viele - glaubte, in groben Zügen voraussehen zu können.
EU:Das deutsche Wahlergebnis ist eine Gefahr für Europa
Die Kanzlerin geht geschwächt aus der Bundestagswahl. Ihre Koalitionsverhandlungen werden zäh - und dann ist da noch die AfD. Dabei war Merkel bislang ein wichtiger Garant für Stabilität in der EU.
Kommentar von Daniel Brössler, Brüssel

