Friedrich Merz hat den deutschen Kursschwenk in der China-Politik, wenn es denn einer wird, behutsam angebahnt. So streute das Kanzleramt schon vor wenigen Wochen, man sei „offen für eine Diskussion“ über neue Schutzmaßnahmen in der Handelspolitik, wie sie in Brüssel vorbereitet werden. Vor dem EU-Gipfel an diesem Donnerstag und Freitag dann sprachen Regierungsbeamte davon, man unterstütze die Überlegungen. Es sei aber wichtig, dass neue Maßnahmen „länderagnostisch“ angelegt werden – also nicht an ein spezielles Land gebunden. Bloß nicht sagen, worum es geht, das könnte in Peking ja jemanden verärgern.
EU-GipfelEuropa rüstet im Wettstreit mit China auf
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Das Handelsdefizit der EU mit China beträgt inzwischen etwa eine Milliarde Euro pro Tag.
Collage: SZDie chinesische Konkurrenz schadet Europas Industrie so stark, dass selbst die Bundesregierung umdenkt und neue Antworten verlangt. Ringt sich die EU zu einer härteren Handelspolitik durch?
Von Jan Diesteldorf (Text) und Joscha F. Westerkamp (Grafiken), Brüssel
