EU-Verhältnis zu China:"Die Zeit der Naivität ist vorbei"

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Chinas Präsident Xi Jinping 2016 beim G20-Gipfel in Hangzhou

Jean-Claude Juncker, der Präsident der EU-Kommission, und der chinesische Präsident Xi Jinping beim G-20-Gipfel im chinesischen Hangzhou 2016.

(Foto: dpa)
  • Weil Pekings Anteil am Welthandel auf 19 Prozent geklettert ist, scheuten viele Politiker und Unternehmer lange vor Kritik zurück.
  • In einer "Gemeinsamen Mitteilung" der EU-Kommission, die in Brüssel viel Lob findet, wird China jetzt klar als "Systemrivale" bezeichnet.
  • Reinhard Bütikofer, China-Experte der Grünen im Europaparlament, sagt: "Die Zeit der Naivität ist vorbei."
  • Mit mehreren Maßnahmen will die EU die eigenen Schwächen verringern - und etwa ausländische Direktinvestitionen stärker auf Sicherheitsrelevanz überprüfen.

Von Matthias Kolb, Brüssel

Das entscheidende Wort steht schon auf der ersten Seite. China, so hält es die EU-Kommission in einem neuen Papier fest, sei für Europa nicht nur ein Kooperationspartner im Kampf gegen den Klimawandel und wirtschaftlicher Konkurrent, sondern auch ein "Systemrivale", der "alternative Governance-Modelle" fördere. In Normalsprache übersetzt heißt dies: Peking arbeitet daran, sein autokratisches Regierungssystem weltweit als Alternative zur liberalen Demokratie zu bewerben und hat kein Interesse an einer starken EU.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Ernährung
Wer Tiere liebt, sollte sie essen
Krieg und Debatte
Freunde, nicht diese Töne
Girl looking through the window; einfach leben
Kriegsängste
"Es nutzt niemandem, wenn Sie sich überfordern"
Russland
42 Minuten Propaganda
Ukraine-Krieg
Wozu Schröders Draht zu Putin noch nützlich sein könnte
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB