Wie die Stimmung in der EU derzeit ist, wenn es um die Aufnahme neuer Mitglieder geht, machte die zuständige Kommissarin Marta Kos am Dienstagmorgen klar – prophylaktisch sozusagen. Nur wenige Stunden bevor ihre Behörde die Bewertungsberichte zu den einzelnen EU-Beitrittskandidaten vorlegte, ließ Kos wissen, dass die Zeit der offenen Arme vorbei ist. Neumitglieder sollten gewissermaßen nur noch „auf Bewährung“ aufgenommen werden, sagte die Erweiterungskommissarin der Financial Times. Die EU könne es sich nicht leisten, „Trojanische Pferde“ in die Union zu lassen, die sie dann nach einigen Jahren, wenn sie gegen die rechtsstaatlichen und demokratischen Standards verstoßen, nicht mehr loswerden könne.
ErweiterungDie EU will aus ihren Fehlern lernen
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Aus Sorge, dass weitere Autokraten oder Russland-Freunde in die Europäische Union gelangen, sollen Neumitglieder nur noch „auf Bewährung“ aufgenommen werden. Brüssel lobt vor allem vier Länder für ihre Reformbemühungen.
Von Hubert Wetzel, Brüssel

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