Jörg Sartor, das ist gelebtes Ruhrgebiet, geboren in der Altenessener Straße Nummer 484, das Haus längst abgerissen. „Gibt’s nicht mehr.“ Der frühere Bergmann kann viele Geschichten erzählen von geschlossenen Zechen und Kneipen, von Abstieg und Wandel. Heute ist die Stadtverwaltung Essen der größte Arbeitgeber, während Thyssenkrupp wie die übrige Industrie mit gewaltigen Problemen zu kämpfen hat. Und Sartor ist bekannt für seine Schlagfertigkeit. Politiker, die ihm zu viel Politikdeutsch reden, nennt Sartor „Schablonenschwätzer“. Und Friedrich Merz einen „Umfaller“.
Essener TafelEin Bollerkopp macht Schluss
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Er vermisst die Sozialdemokratie, wie sie mal war: Der Essener Tafel-Chef Jörg Sartor geht in den Ruhestand.
Kerstin Kokoska/ImagoNach 20 Jahren hört Jörg Sartor als Chef der Essener Tafel auf. Weil er sich leer fühle und sich zu wenig ändere im Land. Und es ärgere ihn, dass die SPD-Chefin Probleme im Sozialbereich leugne.
Von Georg Ismar, Berlin/Essen
