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SZ Espresso:Das Wochenende kompakt - die Übersicht für Eilige

Outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) in London

Boris Johnsons Top-Berater Dominic Cummings

(Foto: Reuters)

Was an diesem Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Das Wichtigste zum Coronavirus

Johnson hält an Cummings fest. Britischen Medien zufolge soll der Top-Berater des britischen Premiers gleich mehrfach gegen die Corona-Auflagen der Regierung verstoßen haben. Zuvor waren Rücktrittsforderungen laut geworden - nicht nur aus der Opposition, sondern auch von Abgeordneten aus Johnsons Konservativer Partei. Downing Street bestritt zwar eine Regelverletzung, doch der Vertrauensverlust der Bürger in die Regierung ist erheblich. Während sich die Mehrheit der Briten an die Vorschriften hält, scheinen für Johnsons Helfer die Grenzen des Gesetzes dehnbar zu sein, kommentiert Alexander Mühlauer.

Röttgen: Vorschlag von Kurz ist "eine einzige Provokation". Der von Österreich und drei weiteren EU-Staaten vorgelegte Vorschlag für einen Wiederaufbaufonds nach der Corona-Pandemie stößt auf Kritik. Die zu hohe Verschuldung einzelner Länder sei nicht mit dem Angebot weiterer Schulden zu lösen, sagt der CDU-Politiker. Taktisch gehe es den vier wohlhabenden Ländern nur darum, ihren bisherigen Rabatt bei den Beiträgen zum EU-Haushalt zu erhalten. Von Daniel Brössler und Oliver Meiler

Lauterbach hält Thüringens Vorpreschen für falsch. Das Bundesland stelle genau die Maßnahmen in Frage, "denen man den gesamten Erfolg im Moment zu verdanken hat", sagte der SPD-Gesundheitspolitiker. Es gebe "keine Neuigkeiten in Bezug auf die Gefährlichkeit des Virus". Ministerpräsident Ramelow hatte angekündigt, von 6. Juni an auf allgemeine Corona-Schutzvorschriften zu verzichten. Ohne Not heizt er damit den Wettbewerb um die lockersten Regelungen an, kommentiert Kristiana Ludwig.

Außerdem wichtig

Das Wochenende kompakt - Was außer dem Coronavirus noch wichtig war

Peking verteidigt restriktives Vorgehen in Hongkong. Tausende Menschen protestieren in der chinesischen Sonderverwaltungszone gegen die Pläne, neue Sicherheitsgesetze einzuführen. US-Außenminister Pompeo spricht von einem "Totengeläut für die Autonomie". Die chinesische Regierung verwehrt sich gegen die Kritik anderer Länder. Von Lea Deuber

Schalke verliert gegen Augsburg. Die Schwaben gewinnen dank einer disziplinierten Vorstellung auswärts in Gelsenkirchen mit 3:0 (1:0) - und klettern in der Tabelle auf Platz zwölf. Löwen sowie Bazee und Cordova beenden die Augsburger Sieglos-Serie nach sechs Partien. RB Leipzig gewinnt 5:0 gegen Mainz. Timo Werner trifft erneut dreifach.

3 aus 48 - Meistempfohlen am Wochenende

"Es droht ein Kollaps, ein Fiasko." Staus, kaum Abstand in Touristenorten und empörte Anwohner: Seit den Corona-Lockerungen beklagen Bürgermeister im Alpenraum den Ansturm von Ausflugsgästen. Doch das alles könnte nur ein Vorgeschmack gewesen sein. Von Benjamin Engel

"Die Preise sind ausgelutscht bis ins Letzte." Frühjahrszeit, das heißt auch: Autofrühling. Doch auch das ist in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie anders. Warum Münchens Händler trotzdem eine Kaufprämie für Neuwagen ablehnen - und was sich stattdessen gut verkauft. Von Christian Rost

"Es soll wie ein Lokal wirken, nicht wie eine Krankenstation." Die Restaurants haben wieder geöffnet. Acht Gastronomen über Plexiglaswände, maskierte Kellner und Gäste, die trotzdem um 22 Uhr nicht gehen wollen. Protokolle von SZ-Autoren

SZ-Leser diskutieren

Wie blicken Sie in der Corona-Krise auf China? "Die chinesische Regierung hat vertuscht. Das ist ein Fakt", meint Forist ßeta und fordert, "dass Europa insgesamt Schritt für Schritt unabhängiger von China werden muss". Perikles verweist darauf, dass man "die Sache etwas differenzierter betrachten" müsse. Synapsenklaus66 meint hingegen: "China reagierte einfach schneller und effektiver als z.B. die USA." Diskutieren Sie mit.

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