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Eritreer in Deutschland:Der lange Arm der Diktatur

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Illustration: Stefan Dimitrov

Eritrea verlangt von seinen Bürgern im Exil eine Zwangsabgabe, mit der vermutlich Waffen gekauft werden. Doch die Bundesregierung tut nichts.

Von L. Kampf, F. Obermaier und E. Saoub, München/Berlin

Die Papiere, die Jakob Mahari bei sich trägt, dürfte es eigentlich gar nicht geben. Es sind offizielle Dokumente der eritreischen Botschaft in Berlin, oben prangt das Nationalwappen - ein Dromedar im Lorbeerkranz -, darunter: Jakob Maharis Monatseinkommen, nach Jahren aufgefächert, erst in D-Mark, dann in Euro, von 1997 bis 2014, ein Verdienstleben in Tabellen gefasst. Jeweils zwei Prozent seines Nettoeinkommens musste er demnach jedes Jahr an sein Heimatland Eritrea überweisen - an jenes Regime, vor dem er einst nach Deutschland geflohen ist.

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