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Eritrea:Land ohne Jugend

Sklaverei ist ein starkes Wort, aber wie soll man das hier sonst nennen? Eindrücke aus einem Staat, in dem eine ganze Generation junger Männer darüber nachdenkt zu gehen.

Von Stefan Klein

Ein Vater. Ein Sohn. Ein schwieriges Gespräch. Geh' nicht, sagt der Vater. Hier habe ich keine Zukunft, sagt der Sohn. Aber weglaufen ist doch keine Lösung, sagt der Vater. Ich sehe kein Licht am anderen Ende des Tunnels, sagt der Sohn. Der Vater denkt an die Risiken der Flucht. An die Gefahren. Er denkt an den Tod, der in der Wüste wartet und im Meer. Er denkt auch, dass es so nicht vorgesehen war. Als Vater will man doch den Sohn in der Nähe haben und irgendwann die Enkelkinder. Man will etwas weitergeben an die nächsten Generationen, so verlangen es Tradition und Kultur. Er versucht es mit einem letzten Argument.

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