TürkeiDer Präsident kämpft weiter

Lesezeit: 4 Min.

In Meinungsumfragen liegt der Oppositionsführer und Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu konstant vor dem Präsidenten. Im März wurde er verhaftet. Das tut seiner Popularität keinen Abbruch.
In Meinungsumfragen liegt der Oppositionsführer und Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu konstant vor dem Präsidenten. Im März wurde er verhaftet. Das tut seiner Popularität keinen Abbruch. (Foto: Chris McGrath/Getty Images)

Seit bald einem Vierteljahrhundert regiert Recep Tayyip Erdoğan das Land, laut Verfassung darf er das nur noch bis Frühjahr 2028 tun. Nun will er seinen Landsleuten klarmachen, dass es zu seiner Herrschaft keine Alternative gibt.

Von Raphael Geiger, Istanbul

Recep Tayyip Erdoğan ist kein Silvesterfan. „In unserer Kultur“, hat er mal gesagt, „ist der Neujahrstag kein religiöser Feiertag“. Ein gesetzlicher ist er in der Türkei allerdings schon, mit TV-Shows in der Silvesternacht, mit Feuerwerken und mit Geschenken. Über die Weihnachtstage arbeiten die Türkinnen und Türken, am letzten Tag des Jahres dann holen sie Weihnachten nach. Zu Silvester kommt der „Noel Baba“, der Weihnachtsmann, da beschenken die Menschen einander. Jedenfalls, wenn sie es sich trotz der zweistelligen Inflation leisten können. Bleibt die Frage, worauf sie, falls sie eine Flasche Sekt gekauft haben, anstoßen könnten. Auf ein besseres Jahr, wenigstens besser als das Letzte?

Zur SZ-Startseite

MeinungTürkei
:Erdoğan will endgültig eine Mauer um seine Gegner bauen

SZ PlusKommentar von Raphael Geiger
Portrait undefined Raphael Geiger

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: