Erdoğan in Berlin Ein anstrengender Gast

„Tief greifende Differenzen“: Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei ihrer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt.

(Foto: Regina Schmeken)

Nach Jahren der Zerrüttung in den deutsch-türkischen Beziehungen bemühen sich Kanzlerin Merkel und Präsident Erdoğan um einen Neuanfang. Einen entspannten Eindruck machen sie nicht.

Von Georg Mascolo und Mike Szymanski, Berlin

Aus Sicht des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan soll sein dreitägiger Staatsbesuch in Deutschland einen Neuanfang in den deutsch-türkischen Beziehungen einleiten. Aber als Erdoğan am Freitag um kurz vor 13 Uhr an der Seite von Kanzlerin Angela Merkel vor die Presse tritt, wird schnell klar: Normal ist im Verhältnis der beiden Länder vieles noch immer nicht.

Merkel betont gleich zu Beginn ihres Auftritts, ein solches Treffen ermögliche, auch über "strittige Dinge" zu sprechen. Später spricht sie ohne Umschweife von "tief ...