Katastrophenschutz:Hochrisikozone Istanbul

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Katastrophenschutz: Gefährlicher Blick: Viele Häuser in den Altstadtbezirken Istanbuls entsprechen nicht den Bauvorschriften zur Erdbebensicherheit.

Gefährlicher Blick: Viele Häuser in den Altstadtbezirken Istanbuls entsprechen nicht den Bauvorschriften zur Erdbebensicherheit.

(Foto: ruivalesousa/IMAGO/Panthermedia)

In der türkischen Metropole hat man die Bauvorschriften nach dem Erdbeben 1999 verschärft. Doch viele Gebäude wurden illegal aufgestockt und könnten zur Todesfalle werden.

Von Christiane Schlötzer

Als die Lehrerin Neşe Demir eine neue Wohnung in Istanbul suchte, gab es eine Bedingung: "Das Gebäude sollte erdbebensicher sein." Ihr Mann und sie entschieden sich für ein Haus, das nach 1999 gebaut ist. Denn 1999, und das wissen alle Istanbuler, die damals schon gelebt haben und in der Stadt waren, da hätte es sie alle treffen können. Obwohl das Epizentrum des Bebens fast 100 Kilometer entfernt lag, in der Stadt İzmit, am Marmarameer. Fast 20 000 Tote gab es in der Region. Und in Istanbul, ganz in der Nähe des damaligen großen Atatürk-Flughafens, stürzten auch ganze Wohnblocks in sich zusammen. Denn dort ist Schwemmland, unsicherer Boden, und die Bruchzone unter dem Meeresboden, die Nordanatolische Verwerfungszone, ist ganz nah.

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