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Entwicklungshilfe:Kein Geld mehr für Myanmar

Deutschland will 15 Millionen Euro Entwicklungshilfe für Rohingya-Flüchtlinge bereitstellen und gleichzeitig die Hilfe für Myanmar, aus dem die Menschen geflohen sind, vorerst einstellen. Dies kündigte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) bei einem Besuch in einem Flüchtlingslager im benachbarten Bangladesch am Mittwoch an.

Aus dem südostasiatischen Myanmar sind mehr als 700 000 muslimische Rohingya vor Militärgewalt ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Ermittler der Vereinten Nationen sprechen von einem "anhaltenden Völkermord". Müller forderte, mehr Druck auf Myanmar auszuüben: "Diese ethnische Säuberung und die Verbrechen an den Menschen sind nicht hinnehmbar."

© SZ vom 27.02.2020 / dpa

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