Kernenergie:Atom-Endlager kommt nicht vor 2046

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Kernenergie: Wo soll der strahlende Müll hin? Fässer mit radioaktivem Abfall stehen im Zwischenlager der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe.

Wo soll der strahlende Müll hin? Fässer mit radioaktivem Abfall stehen im Zwischenlager der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe.

(Foto: Wolfram Kastl/dpa)

Eigentlich sollte bis 2031 der Ort feststehen, unter dessen Boden Deutschlands radioaktiver Müll entsorgt werden soll. Nun zeigen interne Unterlagen: Das ist völlig unmöglich.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Der Standort für ein deutsches Atommüll-Endlager steht offenbar erst zur Mitte dieses Jahrhunderts fest - frühestens. Das geht aus einer internen Unterlage der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hervor, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Darin untersucht die bundeseigene Firma, die mit der Suche nach potentiellen Standorten beauftragt ist, zwei "exemplarische Szenarien" für die Auswahl. Im schnelleren Szenario könnte demnach bis 2046 feststehen, an welchem Ort der Atommüll gelagert werden soll. Im anderen, aufwändigeren, brauchen die Vorarbeiten bis 2068. Wohlgemerkt bis zur Entscheidung. Der Bau des Endlagers beginnt dann erst.

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