Dabei verfügte das täglich schrumpfende Reich noch über eine nicht unerhebliche Menge kampfstarker Truppen - allerdings außerhalb Deutschlands. Selbst im Angesicht der totalen Niederlage konnte sich Hitler nicht dazu durchringen, die letzten verbliebenen Eroberungen in Europa zu räumen. So waren Anfang April 1945 immer noch gut zwei Millionen Deutsche Soldaten in Kurland, Norwegen, Italien, Jugoslawien, den Niederlanden, Ungarn und auf tschechoslowakischen Boden stationiert. Sollte die feindliche Koalition doch noch auseinanderbrechen - so Hitlers illusionäres Kalkül -, könnte man diese Gebiete als Faustpfand für Verhandlungen einsetzen.

Unser Bild zeigt zwei in Norwegen stationierte deutsche Soldaten in ihrem Unterstand, Ende 1944.

Bild: SZ Photo 6. Mai 2015, 18:202015-05-06 18:20:32 © SZ.de/pamu/odg