Insgesamt drei Stellungssysteme an Oder und Neiße bildeten die sogenannte "Nibelungenstellung", die Berlin verteidigen sollte. Der Befehl dazu kam spät. Erst am 9. März 1945 begannen die verzweifelten Maßnahmen, um noch Befestigungsanlagen vor Berlin ins Erdreich zu treiben. Tag und Nacht wurde die Bevölkerung dazu angetrieben, Schützengräben und Unterstände auszuheben, die anschließend mit den letzten noch verfügbaren Männern besetzt wurden. Reserven zur Abriegelung sowjetischer Durchbrüche gab es längst nicht mehr.

Unser Bild zeigt eine Abteilung des Volkssturmes mit einem MG 42 an der Oder. Der Mann im Vordergrund ist mit einem primitiven "Volkssturmgewehr" bewaffnet - eine der kruden Notmaßnahmen, zu denen die Wehrmacht 1945 greifen musste.

Bild: SZ Photo 6. Mai 2015, 18:202015-05-06 18:20:32 © SZ.de/pamu/odg