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EU und Banken einig über Schuldenschnitt:Protokoll der entscheidenden Nacht

Frisches Geld, weniger Schulden und ein gestärkter Euro-Rettungsschirm: Nach zähen Verhandlungen in der Nacht hat der EU-Gipfel weitere Hilfen für Griechenland beschlossen. Ministerpräsident Giorgos Papandreou spricht von einem neuen Kapitel in der Geschichte des Landes. Auch die Reaktionen vieler deutscher Politiker fallen positiv aus. Allerdings sei das Ende der Krise noch lange nicht erreicht.

Entscheidung im Morgengrauen: Der EU-Gipfel hat sich am Donnerstag mit den Banken auf einen Schuldenschnitt für Griechenland geeinigt. Dem krisengeplagten Land werden die Hälfte seiner Ausstände erlassen. Außerdem gibt es ein zweites Hilfspaket. Der EFSF wird auf bis zu eine Billion Euro gehebelt. Und die Banken müssen ihr Kapital aufstocken. Die Maßnahmen (hier im Detail) sind das Ergebnis stundenlanger Verhandlungen in Brüssel. Zuvor hatte am Mittwoch der Bundestag mit großer Mehrheit für die Erweiterung des Rettungsschirms gestimmt.

EU-Gipfel Euro-Länder handeln Schuldenschnitt für Griechenland aus Video
EU-Gipfel

Euro-Länder handeln Schuldenschnitt für Griechenland aus

Die Banken sagten für den Schuldenschnitt einen Verzicht von 50 Prozent zu. Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy werteten den Gipfel als Erfolg.

Die Debatte im Bundestag verfolgten Thorsten Denkler, Michael König und Matthias Kolb. Aus Brüssel berichteten Caroline Ischinger und Cerstin Gammelin.